EINFLUSS PROFILIERTER MARKIERUNGEN AUF ZWEIRAEDER

Auf 5 Messstrecken, vier mit profilierten Markierungen und einer mit herkoemmlicher Markierung zum Vergleich, wurden mit 2 Serienmotorraedern Fahrversuche durchgefuehrt. Dabei wurden unter anderem Beladungs- und Reifenzustaende zu fahrdynamisch schlechter werdenden Konstellationen hin veraendert. Im Geschwindigkeitsbereich zwischen 100 und 200 Kilometer pro Stunde sind die die Fahrstabilitaet bestimmenden Groessen messtechnisch erfasst worden. Durch den Vergleich der Eigenschwingungszustaende beim Befahren der ebenen Fahrbahn mit denen beim Ueberfahren der Markierungen wurden die Eigenschwingungszustaende der Zweiraeder ausgewertet und in Zusammenhang mit anderen Parametern diskutiert. Hieraus wurden Empfehlungen fuer die Gestaltung profilierter Markierungen abgeleitet, die negative Auswirkungen auf die Kursstabilitaet und das Pendelverhalten und somit die Sicherheit des Motorradfahrers, zumindest bei trockener Strasse, ausschliessen koennten. Die Problematik einer besonderen Kraftschlussbeanspruchung beim Ueberfahren von Markierungen, besonders im nassen Zustand, die auf herkoemmliche wie profilierte Markierungen in aehnlicher Form zutrifft, wird andiskutiert. Weitere Untersuchungen dieses Themenkomplexes werden fuer noetig erachtet.