MOEGLICHKEITEN ZUR INTEGRATION VON BAHNKOERPERN DER STADTBAHN/STRASSENBAHN IN STRASSENRAEUMEN UND STAEDTISCHEN HAUPTVERKEHRSSTRASSEN MIT WOHNBEBAUUNG

Die Forschungsarbeit beschraenkt sich auf die Untersuchung zweckmaessigerAusbauformen von Bahnkoerpern in Hauptverkehrsstrassen mit Geschaefts- und Wohnnutzung. Sie umfasst eine Beispielsammlung unterschiedlicher Ausbauformen, das Ergebnis von Umfragen und Expertengespraechen bei Verkehrsbetrieben und Planungsaemtern sowie eigene empirische Untersuchungen. Diese Untersuchungen umfassen strassenbuendige Bahnkoerper mit und ohne Trennung der Stadtbahn/Strassenbahn von den uebrigen Verkehrsarten sowie besondere Bahnkoerper unterschiedlicher Ausbauformen (geschottert, gepflastert, Abtrennung mit Borden unterschiedlicher Hoehe). Die empirischen Untersuchungen umfassen Einflussfaktoren aus den Zielfeldern Verkehrsablauf, Verkehrssicherheit, Nutzungsvertraeglichkeit, Umfeldvertraeglichkeit und Strassenraumgestalt. Zur Beurteilung des Verkehrsablaufes und der Verkehrssicherheit wurden umfangreiche Geschwindigkeits-, Stoerquellen-, Unfall- und Interaktionsanalysen durchgefuehrt. Aus den Untersuchungsergebnissen werden Empfehlungen zur Integration von Bahnkoerpern und Haltestellen in Hauptverkehrsstrassen mit Wohn- und Geschaeftsnutzung abgeleistet. Danach ist die im Einzelfall zweckmaessige Fuehrung der Stadtbahn/Strassenbahn wesentlich von den Nutzungsintensitaeten in den Strassenraeumen beziehungsweise im Umfeld abhaengig. Bereichsweise wechselnde Bahnkoerperformen im Verlauf einer Strecke koennen deshalb zweckmaessig und notwendig sein. Generell ist fuer eine stoerungsarme Fuehrung von Stadtbahnen/Strassenbahnen die Gestaltung und Lichtsignalsteuerung der Knotenpunkte wesentlicher als die voellige Unabhaengigkeit auf Streckenabschnitten. Frei ueberquerbare Bahnkoerper mit "Weichen", notfalls ueberfahrbaren Trennelementen sind daher in der Regel ausreichend und aufgrund der Nutzungsvielfalt auch angemessene Ausbauformen fuer die untersuchten Strassenraeume.