UEBERPRUEFUNG EINES KONZEPTES ZUR BEMESSUNG BITUMINOESER DECKENVERSTAERKUNGEN

Das zu ueberpruefende Konzept zur Bemessung bituminoeser Deckenverstaerkungen beruht auf der Abschaetzung des Steifigkeitsverlustes aufgrund von Merkmalen beziehungsweise Merkmalskombinationen, wie sie durch visuelle Zustandserfassungen im Rahmen der systematischen Strassenerhaltung aufgenommen werden. Massgeblich sind die Schwellenwerte der betreffenden Merkmale. Ueber bemessungstheoretische Berechnungen ergeben sich aus den abgeschaetzten Steifigkeitsverlusten Verstaerkungsdicken, durch welche die uerspruengliche Steifigkeit wiederhergestellt wird. Somit koennen nach diesem Konzept Bemessungen ohne Messung der elastischen Verformungen vorgenommen werden. Dieses Konzept wurde anhand von Bemessungen ueberprueft, die der Forschungsbeauftragte im Rahmen von sogenannten Bewertungsgutachten unter Einbeziehung von Benkelman-Einsenkungswerten wie auch von visuell erfassten Zustandsmerkmalen erstellt hat. Zwischen den Bemessungen nach dem ueberprueftenKonzept und nach dem aus den Bewertungsgutachten abgeleiteten Konzept ergeben sich in den Bauklassen II bis IV mittlere Abweichungen von 1,8 bis 2,6 Zentimeter in den ermittelten Verstaerkungsdicken. Fuer die Bauklassen Iund V standen jeweils weniger als 5 Vergleichswerte zur Verfuegung. Eine vergleichbar gesicherte Aussage wie fuer die Bauklassen III und IV (mit 16und 13 Vergleichswerten) ist zu diesen Bauklassen somit nicht moeglich. Dennoch bestaetigen die Ergebnisse der Ueberpruefung auch fuer diese Bauklassen die grundsaetzliche Richtigkeit des Bemessungskonzeptes nach augenscheinlich erfassbaren Merkmalen beziehungsweise Merkmalskombinationen und dem hiernach abgeschaetzten Steifigkeitsverlust. Nach den Ergebnissen der Ueberpruefung ist das betreffende Bemessungskonzept als Grundlage fuer eine Standardregelung geeignet. Eine Modifizierung durch Einfuehrung des Warnwertes anstelle des Schwellenwertes als Kriterium fuer die Einschaetzung desSteifigkeitsverlustes wuerde die praktische Anwendung auf eine wesentlichbreitere Basis stellen.