UEBERPRUEFUNG DER WIRKSAMKEIT EINER NACHBEHANDLUNG VON BETONKONSTRUKTIONEN

Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens war die Feststellung, dass die Dauerhaftigkeit einer Betonkonstruktion insbesondere von der Porenstruktur und Permeabilitaet der Oberflaechenbereiche abhaengt. Daher wurde eine Messapparatur entwickelt, mit deren Hilfe die Gasdurchlaessigkeit einer Betonrandzone waehrend oder unmittelbar im Anschluss an die Nachbehandlung erfasst werden kann. Das Messverfahren arbeitet zerstoerungsfrei, ist baustellengerecht, dass heisst handlich und an verschiedenen Stellen einsetzbar, und ein Versuch ist in kurzer Zeit (ungefaehr 10 Minuten) durchfuehrbar. Laborversuche an verschiedenen Betonen zeigten, dass die mit dem neuentwickelten Pruefverfahren gemessenen Durchlaessigkeiten, ausgedrueckt durch das Permeabilitaetsmass M, das bekannte Verhalten von Beton bezueglich des Einflusses der Dauer der Nachbehandlung, der Nachbehandlungstemperatur, dem w/z-Wert und der Zementart bestaetigt. Im Rahmen einer Baustellenerprobung zeigte sich, dass das Messverfahren im Prinzip ohne Schwierigkeiten am Bauwerk eingesetzt werden kann. Je nach Beschaffenheit der Oberflaeche muessen jedoch bestimmte Regeln bezueglich der Vorbehandlung der Betonoberflaeche fuer eine Messung beachtet werden. Die gemessenen Permeabilitaetsmasse korrelieren sehr gut mit den Karbonatisierungstiefen laborgelagerter Betonproben nach 1 Jahr. Unter Betrachtung des temperaturabhaengigen Hydratationsverlaufes der Betone wurde ein Nomogramm erstellt, mit welchem die notwendige Nachbehandlungsdauer eines Beton anhand nur eines gemessenen Permeabilitaetsmasses bestimmt werden kann. Unter Hinzuziehung von nationalen Richtlinien und den gefundenen Ergebnissen wird ein Grenzwert des Permeabilitaetsmasses je nach sonstigen Randbedingungen zwischen 20 x 10 hoch minus 10 und 70 x 10 hoch minus 10 cbm/sec empfohlen. (A*)