BEWAEHRUNG OESTERREICHISCHER LD-SCHLACKE IM STRASSENBAU

Ziel des Vorhabens war die Untersuchung der Eignung von LD-Schlacke fuer die Herstellung hochwertiger Deckschichten. Dazu wurde im Sommer 1982 im Bereich der ueberaus stark frequentierten Bundesstrasse B 146 eine Versuchsstrecke errichtet, auf der Mischgut aus dolomitischem Kalksand beziehungsweise LD-Schlackensand, jedenfalls aber aus LD-Schlackensplitt einer Nullstrecke unter Verwendung von Diabassplitt gegenuebergestellt wurde. Dabei wurde allerdings ein aus heutiger Sicht relativ steifes Bindemittel verwendet, das dem damaligen Stand der Technik entsprechend relativ niedrig dosiert wurde. Nach einer siebenjaehrigen Beobachtungszeit und zahlreichen Pruefungen kann folgendes festgestellt werden: Der Bindemittelbedarf bei Verwendung von LD-Schlacken ist im Vergleich zu Standardgesteinsmaterialien wegen des hohen spezifischen Gewichts der Schlacke geringer. Dennoch empfiehlt es sich, die Bindemitteldosierung geringfuegig hoeher anzusetzen als sich aus dem Unterschied der Rohdichten der verschiedenen Zuschlagstoffe rechnerisch ergeben wuerde. Waehrend beim Einbau keinerlei Unterschiede ueber Standortmischgut feststellbar waren, ist es vorteilhaft, die Brennerleistung bei Herstellung des Mischgutes gegenueber Standardmischguttypen zu reduzieren. Der Verschleiss des aus LD-Splitten hergestellten Mischgutes ist mit dem des Diabassplittes vergleichbar. Dies gilt auch im Hinblick auf die Verformungsfestigkeit des Mischgutes. Auf Grund der vorliegenden Untersuchungen ist die Anwendung von LD-Schlackensplitt und LD-Schlackensand bei der Herstellung von Asphaltdeckschichten unter Beachtung bestimmter spezifischer Eigenschaften dieses Materials grundsaetzlich und problemlos moeglich. Die Qualitaet der LD-Schlacke ist mit jener des besten natuerlichen Strassenbaugesteins vergleichbar.