UNSERE LUFT. WAS MAN UEBER DIE LUFTBELASTUNG WISSEN SOLLTE

Eine Aufgliederung der Gesamtemissionen in Oesterreich nach Verursachern zeigt, dass der Verkehr Hauptverursacher bei den Stickoxiden ist, waehrend er bei Kohlenmonoxid mit einem Anteil von 38,5 Prozent nach den Kleinverbrauchern mit 56,8 Prozent nur einer der Hauptverursacher ist und bei Kohlenwasserstoffen, Schwefeldioxid und Staub eher eine untergeordnete Rolle spielt. 90 Prozent der Schwefeldioxid- und 75 Prozent der Stickoxidbelastung in Oesterreich stammt von auslaendischen Verursachern. Im Strassenverkehr ist bis zum Jahr 2000 aufgrund der strengen Abgasvorschriften eine deutliche Reduktion der Emissionsmengen bei allen Schadstoffkomponenten zu erwarten. Bei den Kohlenmonoxidemissionen werden im Jahr 2000 70 Prozent von Kleinverbrauchern stammen. Bei den Kohlenwasserstoffen haben diffuse Quellen einen Anteil von ueber 50 Prozent. Waehrend der prozentuelle Anteil der diffusen Quellen an den Gesamtemissionen weiterhin zunimmt, werden die absoluten Anteile bei Zugrundelegung verschiedener Massnahmen abnehmen. Bei den Stickoxiden wird der PKW-Anteil bis zum Jahr 2000 auf unter 20 Prozent sinken, der LKW-Anteil davon wird bei ueber 35 Prozent liegen. Bei Schwefeldioxid wird der Verkehr fuer 7 Prozent der Gesamtemissionen verantwortlich sein. Bei der Prognose der Partikelemissionen wurde der Zuwachs von dieselbetriebenen PKW noch nicht beruecksichtigt. Aufgrund der strengen Grenzwerte ist jedoch nur eine geringfuegige Steigerung zu erwarten. Bei Kohlendioxid (verantwortlich fuer den Treibhauseffekt) liegt der Anteil des PKW-Verkehrs an den Emissionen in Oesterreich bei 11,7 Prozent. PKW mit Ottomotor und Dreiwegkatalysator koennten ein adaequates Mittel zur Verringerung dieser Emissionen sein. Bei bodennahen Ozonkonzentrationen ist seit 1978 eine gleichbleibende oder leicht sinkende Tendenz zu beobachten. Modellberechnungen in der Schweiz ergaben, dass zur Bekaempfung der Ozonbelastung in den unteren Luftschichten die alleinige Kohlenwasserstoffreduzierung zur staerksten und die alleinige Stickoxidreduzierung zur schwaechsten Ozonminderung fuehrt. Verschiedene Moeglichkeiten zur Schadstoffreduzierung und alternative Antriebsenergien werden diskutiert. (KfV/H)

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  • Publication Date: 1991-11

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  • German

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  • Accession Number: 01251081
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  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
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  • Created Date: Nov 20 2010 5:40AM