AELTERE KRAFTFAHRER UND VERKEHRSSICHERHEIT

In der Bundesrepublik Deutschland ist eine Dreiviertel Million Buerger aelter als 85 Jahre, im Jahre 2030 wird jeder dritte ueber 60 Jahre alt sein. Die durch das Auto moegliche Mobilitaet wird heute als eigener Wert im Alter angesehen, der moeglichst lange zu erhalten ist. Ueber 65-jaehrige sind zu circa 4 Prozent an Verkehrsunfaellen mit Personenschaden beteiligt, das Unfallrisiko ist in der Altersgruppe 45-64 Jahre und 65-74 Jahre am niedrigsten, im Vergleich dazu bei Personen ueber/gleich 75 Jahre auf das Zweifache erhoeht. Tests und Fahranalysen zeigen sehr deutlich Sehen und Reaktion als entscheidende Leistungsparameter, wobei sich alle Sehleistungen,insbesondere das Daemmerungs- und Dunkelheitssehen, auch die Fern-Sehschaerfe, mit zunehmendem Alter verschlechtern. Die Defizite werden bei aelteren Fahrern durch Erfahrung, groessere Sorgfalt, langsameres Fahren, zumindest ausserorts, und Meidung von Nachtfahrten zu kompensieren versucht. Selbstkritik und Bilanzierung eigener Faehigkeiten sind allerdings im Sinne einer Selbstueberschaetzung oftmals gestoert. Als vordringliches Ziel in der Zukunft wird die Hinfuehrung aelterer Kraftfahrer zu einer realitaetsnaeheren Bewertung ihrer Leistungsfaehigkeit dargestellt und die Notwendigkeit aerztlicher Beratung und Betreuung in verkehrsmedizinischer Hinsicht betont. Referate und Diskussionen des XV. Interdisziplinaeren Forums der Bundesaerztekammer, 16. bis 19. Januar 1991 in Koeln.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01251041
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 5:39AM