SCHUTZKRITERIEN FUER DEN MENSCHLICHEN KOPF

Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen durch eine vertiefte Analyse der Biomechanik von Kopfverletzungen herkoemmliche Schutzkriterien auf ihre Validitaet ueberprueft und neue Schutzkriterien definiert werden. Neben dem Einfluss translatorischer Belastungen soll vor allem der Stellenwert von Rotationsbelastungen und anderen Parametern, etwa der Flaeche und Struktur von Kontaktstellen (Formaggressivitaet, Strukturaggressivitaet) untersucht werden. Methodisch sind bei enger Kooperation mit der TU Berlin (Professor Appel) nach intensivem Studium der einschlaegigen Literatur retrospektive und prospektive Unfallanalysen vorgesehen, bei denen insbesondere die genannten Parameter der Kopfbelastung zu rekonstruieren und mit Verletzungsbefunden zu korrelieren sind, es schliessen sich auf der Basis dieser Erkenntnisse experimentelle Kopfanprallversuche fuer bestimmte Belastungssituationen und ihre mathematische Simulation an. Im Rahmen der Analysen wird zu pruefen sein, ob fuer die verschiedenen Belastungssituationen (stumpfe, kleinflaechige Kopfverletzungen, Translations- und Rotationsbelastung ohne Aufprall, Aufprall gegen Airbag, Aufprall unter Helmschutz) einheitliche oder jeweils spezielle Schutzkriterien fuer eine hinreichende Verletzungspraediktion validiert werden koennen.