ABSCHAETZUNG DER UEBERSCHREITUNGSWAHRSCHEINLICHKEIT DER 1,1 PROMILLE-GRENZE FUER DEN BLUTETHANOLKONZENTRATIONSGRUNDWERT DER GEFAHRENGRENZE VON 1 PROMILLE

Fuer den von dem 4. Strafsenat des BGH 1990 neu eingefuehrten Gefahrengrenzwert von 1,1 Promille sollte die Wahrscheinlichkeit geprueft werden, mit der angesichts der bisher als maximal tolerierbar angesehenen Spannweite von 10 Prozent des Mittelwertes der Grundwert der Gefahrengrenze als wahrem Mittelwert (1 Promille) ein aufgrund von vier Einzelmessungen gemittelter Wert zugeordnet wird, der den Grenzwert von 1,1 Promille ueberschreitet. Es ergibt sich nach mathematischer Analyse, dass allen Bestimmungen der Einzelwerte die gleiche Standardabweichung zugrunde liegen muss, wenn die geforderte Ueberschreitungswahrscheinlichkeit erreicht werden soll. Ist diese Bedingung nicht erfuellt, ergibt sich fuer die Ueberschreitungswahrscheinlichkeit ein Wert von 1,3 Promille. Die Herabsetzung des Sicherheitszuschlages von 0,1 Promille fuehrt unter Beibehaltung der BGH-Vorschriften bezueglich der Einhaltung von Spannweiten (10 Prozent vom Mittelwert) zu einer erheblichen Erhoehung der Ueberschreitungswahrscheinlichkeit in dem Sinne, dass sich der wahre Mittelwert von 1 Prozent als ein aufgrund von vier Einzelmessungen bestimmter Mittelwert repraesentiert, der ueber 1,1 Promille liegt. Die Herabsetzung der Spannweite von 10 Prozent des Mittelwertes ist zwingend erforderlich, wenn der Wert der Ueberschreitungswahrscheinlichkeit beibehalten werden soll, der dem Grenzwert von 1,3 Promille und dem Sicherheitszuschlag von 0,2 Promille zugeordnet war.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01250509
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 5:28AM