EIGNUNGSPRUEFUNG FUER INSTANDSETZUNGSSYSTEME FUER STAHLBETONBRUECKEN

Ziel des Forschungsvorhabens war die Ausarbeitung von Beurteilungskriterien ueber die Wirksamkeit und Dauerhaftigkeit von Instandsetzungsprodukten sowie von geeigneten Pruefmethoden zum Nachweis dieser Anforderungen in der Praxis. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass aus dem Schwinden, Kriechen und dem E-Modul die schwind- und temperaturbedingten Eigenspannungen, der im Verbund mit dem Altbeton liegenden Beschichtungen, aus Instandsetzungsmaterial ermittelt werden koennen. Ein Vergleich mit den massgebenden Zugfestigkeiten ermoeglicht die Beurteilung der Tauglichkeit der geprueften Materialien bedeutend zutreffender als die Angabe von Grenzwerten fuer die einzelnen Materialkennwerte. Fuer das vorgeschlagene Pruefkonzept sind folgende Pruefungen vorgesehen: 1.) Ermittlung der Materialkennwerte (Schwinden und Kriechen; E-Modul; Zug- und Druckfestigkeiten); 2.) physikalische Untersuchungen (FTS-Bestaendigkeit; Wasserbestaendigkeit; Nachweis der Karbonatisierungstiefe der Chlorideindringung); 3.) Systempruefungen an Verbundplatten und Instandsetzungsbalken; 4.) Pruefung von Korrosionsschutzschichten an Bewehrungsstaeben. Fuer die Untersuchungen sind 33 Prismen 4/4/16 cm fuer die Ermittlung der Materialkennwerte, 9 Frost-Tausalz-Platten, 12 Verbundplatten, 15 Instandsetzungsbalken und 6 mit Korrosionsschutz versehene Bewehrungsstaebe erforderlich. Im zweiten Teil der Arbeit wurden an 8 Brueckentragwerken Messungen zur Ueberpruefung des Instandsetzungserfolges unter Anwendung duenner Spritzmoertelschichten (Dicke 1 cm) durchgefuehrt. Damit sollten Kenntnisse ueber die in diesen duennen Beschichtungen wirkenden Eigenspannungen erhalten werden. Aus der Kenntnis des zeitlichen Verlaufes der E-Modul-Entwicklung, des Schwindmasses, der Kriechzahl des jeweiligen Spritzmoertels und dem E-Modul des Brueckenbetons wurde der zeitliche Verlauf der schwindbedingten Eigenspannungen in der Beschichtung rechnerisch ermittelt und dem jeweiligen Verlauf der Zugfestigkeitsentwicklung gegenuebergestellt. Der Vergleich der Rechenergebnisse mit den Ergebnissen der an den Beschichtungen durchgefuehrten Rissbeobachtungen ergab, dass der rechnerische Befund mit Ausnahme einer Bruecke mit dem tatsaechlich erhobenen Zustand weitgehend uebereinstimmt.

  • Authors:
    • Hartl, G
  • Publication Date: 1992

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01250280
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 5:22AM