DAS ATEMALKOHOLTESTGERAET "ALKOMAT" IM KONTROLLIERTEN TRINKVERSUCH

In Niedersachsen ist seit 1988 das auf dem Prinzip der Infrarot-Absorptionsmessung basierende Atemalkoholtestgeraet "ALKOMAT" eingefuehrt, welches durch verschiedene technische Sicherungen eine Manipulation der Messwerte durch den Probanden ausschalten soll. Die geraeteinterne Mundrestalkoholdetektion und deren Abhaengigkeit von der bestehenden Alkoholisierung wurden in kontrollierten Trinkversuchen mit 20 Testteilnehmern entsprechend einer forensischen Fragestellung untersucht. Waehrend bei nuechternen Probanden nach Mundspuelung mit Whiskey (40ml, 30 Sekunden) zunaechst Mundrestalkohol angezeigt wurde, erschienen dann BAK-Werte von maximal 0,26 Promille.In der alkoholisierten Versuchsgruppe traten sowohl nach Mundspuelung wie auch nach einem Nachtrunk Abweichungen der AAK von der tatsaechlichen BAK bis zu 2,07 Promille, das heisst 130 Prozent der aktuellen BAK, auf. Eine Abhaengigkeit der AAK-BAK-Differenz von der Hoehe der BAK war nicht zu erkennen. Die vom Geraetehersteller angegebene moegliche Abweichung von der tatsaechlichen BAK (5 Prozent) wurde in 22,9 Prozent der Faelle zum Teil erheblich ueberschritten. Trotz der elektronischen Zusatzeinrichtungen kann die Problematik der indirekten BAK-Messung im Hinblick auf die Korrelation AAK-BAK als fuer forensische Zwecke keinesfalls geloest betrachtet werden. Titel in Englisch: The breath alcohol analyzer "ALCOMAT" in controlled drinking tests.

  • Availability:
  • Authors:
    • URBAN, R
    • WOLF, M
    • KLEEMANN, W J
    • SCHROEDER, G
    • TROEGER, H D
  • Publication Date: 1991

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 304-11
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 28
    • Issue Number: 5
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01249275
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:59AM