WIRKUNG NIEDRIGER BLUTALKOHOLKONZENTRATIONEN IN ABHAENGIGKEIT VON DER TAGESZEIT

Die psychophysische Leistungsfaehigkeit unterliegt unabhaengig von einer Alkoholaufnahme einer circadianen Rhytmik mit einem Leistungstief gegen 3 Uhr und einem Maximum zwischen 6 und 9 Uhr. Alkoholunfaelle ereignen sich an Wochenenden mehr als doppelt so haeufig wie an Wochentagen. Zur Ueberpruefung der tageszeitabhaengigen Alkoholwirkung wurden 23 Probanden (14 Maenner, 9 Frauen) jeweils morgens, mittags und am Abend einem standardisierten Testprogramm unterzogen, das im Verlauf nuechtern und zu verschiedenen Zeitpunkten nach Alkoholkonsum bis zu einer BAK von circa 0,8 Promille verschiedene Leistungsparameter (Wiener Determinationsgeraet, Video-Fahrtest) sowie Persoenlichkeitsveraenderungen (Tierzeichentest) und die subjektive Einschaetzung der Fahrtauglichkeit erfasste. Die Leistungen waren unter Alkohleinfluss jeweils mit Maximum in der ersten Stunde nach Trinkende deutlich vermindert. 2 Stunden nach Trinkende war morgens und mittags die Leistungseinschraenkung gegenueber dem Nuechternzustand nur gering, waehrend abends noch signifikante Einbussen bestanden. Unabhaengig von der Blutalkoholkonzentration scheint eine tageszeitlich unterschiedliche Alkoholwirkung zu bestehen, die abends am laengsten anhaelt. Unter dem Aspekt des relativ geringen Durchschnittsalters der Probanden von 26,2 Jahren und dementsprechend hoher Ausgangsleistung erscheint die 0,8 Promille-Grenze zu hoch. Titel in Englisch: Effects of low blood alcohol concentration at different times of day.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 235-42
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 28
    • Issue Number: 4
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01249270
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:59AM