VERWERTUNG VON ABPRODUKTEN IM ERD-, VERKEHRS- UND TIEFBAU

Die Vorstellung, dass ohne Aenderung der Verbrauchsgewohnheit abgestufte Sande und Kiese in der DDR in etwa 30 Jahren abgebaut sein werden, fuehrte zu der Ueberlegung, fuer viele Bauaufgaben die natuerlichen Baustoffe durch "Abprodukte" zu ersetzen. Bei einer volkswirtschaftlichen Wertung sind neben den oekonomischen auch die oekologischen Folgen der Verwertung oder der Ablagerung der Abstoffe einzubeziehen. Massenhaft anfallende Abprodukte sind vor allem fuer den Erd-, Verkehrs- und Tiefbau bedeutungsvoll. Die bei der Gewinnung von Bodenschaetzen anfallenden Steinbruchabfaelle, Abraummassen der Kohle- und Kiestagebaue, Berge des Untertagebergbaus, Ausfallkoernungen der Kiesproduktion werden wie andere Erdbaustoffe genutzt. Verbrennungsrueckstaende der Braunkohle wie Rostaschen und Flugaschen fallen in der DDR in steigenden Mengen an. Sie koennen als Schuettmaterial, als Fueller oder als Betonzusatz verwendet werden, wobei schwankende Eigenschaften ihre Nutzung erschweren. Die Schlacken der Metallerzeugung einschliesslich der Giessereialtsande werden traditionell im Bauwesen eingesetzt. Probleme entstehen dabei durch mangelnde Frostbestaendigkeit oder Umweltbeeinflussung. Weitere nutzbare Abstoffe sind Ziegel- und Keramikbruch, Sande aus der Kaolinabschlaemmung, Glassande aus Glasbruch. Die mineralischen Baurestmassen in ihrer Vielfalt werden direkt oder aufbereitet wiederverwendet. Textilschnitzel werden fuer biegezugfesten Beton genutzt. Die chemische Industrie bietet Braunkohlenteer und Karbidkalkhydrate an. Die Nutzung der Abstoffe veraendert die Baubedingungen, erfordert Organisation des Sammelns, Transportierens, Lagerns und vor allem Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01248320
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:38AM