TENDENZEN UND SZENARIEN

Aus der Sicht des Staedtebaues wird die Auffassung vertreten, dass Planer und Entscheidungstraeger ihre bisherige Haltung aendern und problemgerecht handeln muessen. Dazu gehoert im starken Masse die Homogenisierung der Raumnutzung, da sich der Raum durch das Auto verfluessige. Die drohende oekologische Katastrophe erfordert eine drastische Einschraenkung des Verbrauchs. Der Zwang zur Mobilitaet loest alle menschlichen und sozialen Beziehungen auf. Der Raum loest sich auf. Die taeglichen und auch sonstigen Fahrstrecken werden zunehmend laenger. Wenn man den Autoverkehr sich weiter "naturwuechsig" entwickeln laesst, wird man voellig vom Auto abhaengig. Da zunehmender Wohlstand in allen Bereichen mit steigendem Flaechenbedarf einhergeht, sind Einschraenkungen, Ge- und Verbote und Verteuerungen unausweichlich. Die Staedte muessen so umgebaut werden, dass die taeglichen Beduerfnisse ohne motorisierten Individualverkehr befriedigt werden koennen. Reurbanisierung ist notwendig. Lebensqualitaet ist mehr als Erreichbarkeit. Je arbeitsteiliger eine Gesellschaft, umso fremdbestimmter ihre Individuen.Konkreter als diese Meinungen und Problemschilderungen ist die Aussage, dass bei zielgerechtem Einsatz aller Umbau- und Erneuerungspotentiale unsere staedtische Umwelt von ein bis zwei Generationen radikal fuer eine bessere Lebensqualitaet mit Einfuegung in die Naturkreislaeufe umbaubar ist. FGSV-Kolloquium am 7.-8. Mai 1990 in Mainz.

  • Authors:
    • SIEVERTS, T
  • Publication Date: 1991

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01248307
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:37AM