BEWERTUNG OEKOLOGISCHER EFFEKTE IM INNERORTSBEREICH

Nach ihrem Selbstverstaendnis entzieht sich die Oekologie weitgehend einer normativen, standardisierenden Betrachtungsweise. In Staedten ist aufgrund des hohen Verbrauchs von Naturleistungen ein hoher oekologischer Gesamtstandard nur ueber sektoriellen Standardverzicht erreichbar. Was ueber Luft und Klima, ueber Wasser, Boden, Vegetation und Fauna gesagt wird, ist Allgemeingut. Nicht so die Feststellung, dass Ausgleichsmassnahmen nicht die Loesung von Problemen seien, die durch Eingriffe in die Natur entstehen.Eine Verbesserung des Verkehrs bei konstanten oekologischen Qualitaeten erscheint nicht moeglich. In Ortslagen ist Ausgleich ohnehin eine Fiktion. Es komme daher weniger auf die Frage an, wie bewertet wird, als darauf, was realisiert wird. Als erstes muss die Aufgabenstellung selbst auf ihre oekologische Vertraeglichkeit geprueft werden. Wenn die Aufgabe falsch gestellt ist, kann die Loesung nicht richtig ausfallen. Statt einer Perfektionierung der Bewertung sollte die Perfektionierung der Planung vorangetrieben werden. Fuer das Land Hessen durchgefuehrte Untersuchungen zur Bewertung von Ortsdurchfahrten und Ortsumgehungen haben auf quantifizierende Bewertungen verzichtet. Statt dessen hat man ausfuehrlich die Empfindlichkeiten, Belastungen und Auswirkungen sowie deren Bewertung durch ein interdisziplinaeres Expertenurteil dargestellt. Planungen sollten sich stets innerhalb eines oekologischen Zielrahmens bewegen. Das Vermeidungsprinzip hat dabei Vorrang.

  • Authors:
    • STRAEB, H
  • Publication Date: 1991

Language

  • German

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  • Accession Number: 01248149
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:33AM