DER ZUSTAND DES STRASSENNETZES DER EHEMALIGEN DDR UND DESSEN URSACHEN

In einer Statistik wird das Strassennetz der ehemaligen DDR mit einer Gesamtlaenge von rund 124.000 Kilometer nach Strassenkategorien und Bauweisen unterteilt dargestellt. Der Zustand der Strassen wird nach den Noten I (gut) bis IV (schlecht) bewertet. 68 Prozent der kommunalen Strassen erhalten die Note III und schlechter, das heisst groessere Schaeden an Verschleiss- und Tragschichten und zum Teil auch im Unterbau, teilweise mit der Folge von Verkehrseinschraenkungen. Die Fernverkehrs- und Bezirksstrassen weisen auf vielen Abschnitten eine zu geringe Fahrbahnbreite auf. 40 Prozent der Strassenbruecken, in den meisten Faellen Massivbruecken, weisen derartige Schaeden auf, dass die Tragfaehigkeit beeintraechtigt ist. Als Ursachen fuer diese negative Entwicklung werden willkuerliche Entscheidungen im Rahmen der Planwirtschaft genannt. Die Baubetriebe konnten nur mit einheimischen Baustoffen und Baumaschinen arbeiten. Bei Betonstrassen fuehrte die Verwendung der vorhandenen Zemente und Zuschlagstoffe zu Alkali-Kieselsaeure-Reaktionen mit entsprechenden Schaeden. 1982 musste der Asphaltstrassenbau eingestellt werden, weil die Verwendung von Bitumen verboten wurde; Mischanlagen wurden verschrottet. Das bedeutete den Stillstand des Strassenbaus und den Verfall des Strassennetzes. Abschliessend werden einige der jetzt anstehenden Probleme aufgezeigt.

Language

  • German

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  • Pagination: 264-9
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Filing Info

  • Accession Number: 01248138
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:33AM