KORROSIONSSCHUTZ DES BETONSTAHLS AN AUSBESSERUNGSSTELLEN VON STAHLBETONBAUTEILEN

Durch chloridinduzierte Korrosion des Betonstahls in Stahl- und Spannbetonbauwerken entstandene Schaeden werden seit einigen Jahren unter Anwendung unterschiedlicher Methoden saniert. Wie dauerhaft Teilsanierungen bei Betonen mit hohem Chloridgehalt sind, ist noch nicht ausreichend geklaert. Eine Sanierungsmoeglichkeit besteht darin, den korrodierten Bewehrungsstahl nach Entrostung durch alkalischen Reparaturmoertel zu schuetzen. Da die Sanierungsstellen oertlich begrenzt sind, liegt die Bewehrung danach teilweise im frischen alkalischen und teilweise im alten chloridhaltigen Beton.Diese Situation koennte zu weiterer Korrosion der Bewehrung an der Grenzschicht oder im alten Beton fuehren, weil die Voraussetzungen fuer eine Makroelementbildung erfuellt sind. Durch die Entwicklung einer Betonkorrosionszelle ist es moeglich, massgebende Einflussparameter bei chloridinduzierter Korrosion praxisgerecht und quantitativ zu erfassen. Ausgangssituation: In die Korrosionszelle wird Beton mit definiertem Chloridgehalt eingebracht, wobei in einem Teilbereich besonders stark chloridhaltiger Beton verwendet wird. Eingebettet werden mehrere Betonstahlstuecke, die entsprechend ihrer Lage als Anode oder Kathode wirken. Simulation der Sanierung: Der Bereich mit chloridhaltigem Beton wird durch alkalischen Zementmoertel ersetzt. Dabei werden die Betonstahlstuecke im Sanierungsbereich entrostet. Waehrend der gesamten Versuchsdauer werden die elektrischen Stroeme zwischen den Stahlstuecken gemessen. So kann festgestellt werden, ob und wo sich Anoden und Kathoden ausbilden, mit welcher Geschwindigkeit die Korrosion gegebenenfalls ablaeuft und welche Rostmenge in etwa dabei entsteht. Untersucht werden sollen die Einflussparameter Permeabilitaet und Feuchtigkeitsgehalt des Altbetons, Chloridgehalt des Altbetons und Eigenschaften des Zementmoertels fuer die Sanierung. (A*)