EINFLUSS VON SPURRINNENFORMEN AUF DAS FAHRVERHALTEN (TEIL 3)

Ziel der Arbeit war es, durch umfassende Modellrechnungen mit Fahrereinfluss das Fahrzeugverhalten in Spurrinnen (ueberwiegend mit Wasserfuellung) zu ermitteln und daraus Grenzwerte fuer die wichtigsten Indikatoren zur Kennzeichnung von Spurrinnen abzuleiten. Diese Indikatoren koennen dann der Bewertung der Spurrinnen hinsichtlich der fahrdynamischen Gefaehrlichkeit im Rahmen der "Systematik der Strassenerhaltung" dienen. Die Untersuchung erfolgte auf theoretischem Wege durch rechnerische Simulation mit Hilfe eines umfassenden Fahrzeugmodells. Unter Beruecksichtigung des Fahrereinflusses durch ein Fahrermodell wurde das Fahrmanoever Spurrinneneinfahrt in spitzem Winkel gewaehlt, wobei die Parameter Fahrgeschwindigkeit, Spurrinnentiefe und -flankenneigung sowie Wassertiefe und -verteilung in der Spurrinne variiert wurden. Die eingefuehrte Groesse "Kraftschlussausnutzung" ermoeglichte Aussagen zur Gefaehrlichkeit der Fahrmanoever. Unter allen vorgegebenen Randbedingungen gelang es dem Fahrer, seinen Kurs einzuhalten. Keine Fahrt konnte als fahrdynamisch gefaehrlich eingestuft werden. Anhand der durchgefuehrten Fahrmanoever liess sich kein Grenzwert zur Kennzeichnung von Spurrinnen ableiten. Die durchgefuehrten Fahrmanoever erwiesen sich als zu unkritisch.