UNTERSUCHUNG VON ZWISCHENQUERSCHNITTEN IN BAYERN

Die Untersuchung der Wirkungen von Zwischenquerschnitten konzentrierte sich auf empirische Analysen zum Verkehrsablauf. Die Ergebnisse zum Verkehrsgeschehen sind aufgrund des grossen Stichprobenumfanges als relativ gesichert anzusehen, allerdings sind die Analysen und damit die Aussagen auf bestimmte Verkehrsstaerkebereiche begrenzt. Insbesondere fuer den Bereich der Leistungsfaehigkeit liegen keine Messergebnisse vor. Die Ergebnisse ueber die Wirkungen des Verkehrsablaufes auf die Verkehrssicherheit sind als weniger gesichert anzusehen, da naturgemaess der Stichprobenumfang bei Unfaellen relativ gering ist. Hier ergeht die Empfehlung, diese Untersuchungen durch vermehrte und vor allem detailliertere Gefahren- und Unfallanalysen zu erweitern. Trotz dieser Einschraenkungen zeigen die Ergebnisse der Untersuchungen, dass mit Zwischenquerschnitten eine Erhoehung der Verkehrsqualitaet (hoehere Geschwindigkeiten, weniger Fahrzeugpulks, mehr Ueberholungen) erreicht werden kann bei gleichzeitiger Reduktion des Unfallrisikos (Unfaelle/Fahrleistung). Hier zeigt sich bei einer allgemeinen Reduktion des Unfallrisikos eine Verschiebung in der Unfalltypenverteilung, das heisst anteilsmaessig mehr Unfaelle im Laengsverkehr und weniger Fahrunfaelle. Beim Vergleich der Ausbauformen b2ue gegenueber b2+1 zeigt sich, dass b2+1 querschnitte etwas geringere Unfallrisiken aufweisen, dass jedoch hier nur wechselseitig beziehungsweise abschnittsweise die hoehere Verkehrsqualitaet erreicht werden kann. Da weiterhin der Aufwand fuer Beschilderung und Markierung bei b2+1 Querschnitten hoeher ist, erscheinen b2ue Querschnitte im hier analysierten Untersuchungsrahmen als vorteilhafter.