EINFLUSS VON KORROSIONSFORMEN AUF SPANNSTAEHLE

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Grundlagen fuer eine realistische Schadensbewertung und Lebensdauervorhersage, allenfalls auch fuer verbesserte Korrosionsschutzmassnahmen von Spanngliedern zu schaffen. Dazu soll eine einheitliche Klassifizierung der verschiedenen Schadensformen an Spanngliedern eingefuehrt werden und die Gefaehrlichkeit dieser Schaeden bei verschiedenen Spannsystemen und Umweltbedingungen untersucht werden, so dass eine rasche Beurteilung aufgefundener Maengel und ihres Einflusses auf die Lebensdauer der Tragwerke ermoeglicht wird. Zusaetzlich soll durch Vorversuche die Grundlage fuer die Abschaetzung von Gefahren geschaffen werden, die aus einer nicht vollstaendig gelungenen Sanierung entstehen koennen. Praktisch vorgesehen sind Untersuchungen an ausgebauten, in der Zeit von 1955 bis 1970 erzeugten Spannstaehlen und zwar an augenscheinlich unbeschaedigten Spannstaehlen; an beschaedigten Spannstaehlen (Art der Beschaedigung: Korrosion oder mechanische Beschaedigung; Klassifizierung der Beschaedigung); an augenscheinlich nicht gespannten Spanngliedern (Ursache der Spannungslosigkeit beziehungsweise allfaelliger Brueche; Untersuchung auf Anrisse). Die Untersuchungen an den Spannstaehlen sollen auf die Aenderung der mechanisch technologischen Eigenschaften durch Zugversuche, Dauerstandversuche sowie Spannungsrissversuche durchgefuehrt werden. Fuer die beobachteten Korrosionsformen soll eine einheitliche Klassifizierung der Gestalt, der Ausbildung, des Fortschritts und der Gefaehrlichkeit der Korrosionsnarben in Anlehnung an DIN 50.905 erarbeitet werden.