MESSUNGEN AN EINER BETONDECKE IM HOCHEINBAU MIT UND OHNE DUEBEL SOWIE MIT GEOTEXTIL

Bei einer Erneuerungs-Bauweise mit einer unbewehrten Betondecke im Hocheinbau (22 Zentimeter Betondecke mit Sparverduebelung, mindestens 5 Zentimeter Ausgleichsbeton auf einer entspannten, abgaengigen Betonfahrbahn) wurden an der A7 zwei Versuchsstrecken eingerichtet. In der ersten Versuchsstrecke von 1982 wurde die Anordnung der Duebel und die Fugenausbildung variiert (FE 8.075). Bei der zweiten Versuchsstrecke von 1984 wurde in zwei Abschnitten Geotextil unter der Betondecke im Standstreifen beziehungsweise im gesamten Querschnitt angeordnet (FE 8.083). Bei Langzeitbeobachtungen im Rahmen der Forschungsarbeit (Messung der Einsenkung, Fugenoeffnung, Stufenbildung, Kantenabplatzung, visuelle Beurteilung) wurde festgestellt, dass das Weglassen von Duebeln nach 9 Jahren Verkehrsbelastung, die der Bauklasse SV entspricht, zu einer Stufenbildung groesser 2 Millimeter und das Weglassen des Fugenvergusses zu Ablagerungen von Feinteilen, Ungleichmaessigkeit der Fugenoeffnung und Kantenschaeden fuehrte. Die beiden Hocheinbau-Bauweisen mit Verduebelung haben sich bisher bewaehrt und Eingang in die RStO-E, Entwurf 1991, gefunden. Aufgrund der elastisch-plastischen Auflagerung durch das Geotextil ist die Mehrdicke der Betondecke von 1 Zentimeter gemaess RStO-E gerechtfertigt.