MODELLTYPEN ZUR VERKEHRSPROGNOSE UND IHRE EINSATZFELDER

In den naechsten Jahrzehnten wird eine Reihe von veraenderten Randbedingungen auf die Verkehrsnachfrage einwirken. Zur Klaerung der Frage, inwieweit die heute bekannten Modellansaetze und -konzepte in der Lage sind, die Wirkungen solcher Veraenderungen genauso wie die von Massnahmen abzubilden, wurden die kausalen Beziehungen von Randbedingungen und Massnahmen auf die Verkehrsnachfrage untersucht und hinsichtlich ihrer Wirkungsausschnitte, Messgroessen und Einflussfaktoren analysiert. Ausgehend von einer systematischen Aufbereitung der zur Zeit bekannten "Informationslandschaft" der Daten und Modelle wird fuer die Modelltypologie als Orientierungshilfe ein Schema angegeben, das zwischen simulativen und normativen Verkehrsnachfragemodellen untergliedert. Hierbei werden die simulativen Modelle dann hinsichtlich ihres Ausmasses an Kontext und Komplexitaet in wegebezogene und wegekettenbezogene Modelle weiter unterschieden. Bei den normativen Modellen erfolgt eine Aufteilung nach solchen mit und ohne Kongestionseffekte. Zur Ueberpruefung der Eignung dieser Modelltypen fuer zukuenftige Aufgabenstellungen werden die Anforderungen moeglicher Aufgaben genauer untersucht und nach 3 grundsaetzlich verschiedenen Typen gegliedert. Die Eignungspruefung erfolgt tabellarisch fuer eine Reihe von moeglichen Aufgabenstellungen der unterschiedlichen Anforderungstypen. Hiervon ausgehend wird ueber eine Anforderungsanalyse an zukuenftige Verkehrsprognosemodelle ein Vorschlag fuer ein flexibles, dialogfaehiges Verkehrsnachfragemodellsystem gemacht, dessen Grundmodule vorgestellt werden. Dieses bildet die Basis fuer ein erweitertes, uebergreifendes Verkehrsplanungsinstrument, das auch in der Lage ist, Verkehrswirkungen in verkehrsfremden Segmenten, wie zum Beispiel Umwelt, zu bestimmen und dessen Grundkonzeption aufgezeigt wird.