UMGESTALTUNG PLANFREIER KNOTENPUNKTE MIT EINFACHEN MASSNAHEMEN

Neue Autobahnknotenpunkte werden seit einigen Jahren nach den fuer planfreie Knotenpunkte geltenden Entwurfsrichtlinien (RAL-K-2) aus dem Jahre 1976 gebaut und entsprechend damit hinsichtlich Sicherheit und Leistungsfaehigkeit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Um auch aeltere Autobahnknotenpunkte durch Ummarkierungen einfach und kostenguenstig ohne groessere Umbaumassnahmen auf einen moeglichst gleichwertigen und einheitlichen Stand bringen zu koennen, waren fuer Teilbereiche innerhalb von Verbindungsrampen vor der Erarbeitung eines dafuer erforderlichen Musterplanes zunaechst offene Fragen zu klaeren. Ein umfangreiches Untersuchungsprogramm (Auswertung von Verkehrsunfallanzeigen, Geschwindigkeitsmessungen, Analyse des Spurwechselverhaltens, Literaturauswertung, Umfragen und Expertengespraeche) fuehrte zu den Ergebnissen und Empfehlungen (Vorlaeufiger Musterplan), dass a) in Einfahrbereichen auch kurze parallele Einfaedelungsspuren besser sind als Direkteinfahrten und dass dazu in aelteren Autobahnknotenpunkten eine zweispurige Tangentialrampe im Einmuendungsbereich zur (einspurig ummarkierten) Verteilerfahrbahn generell auf eine Fahrspur verengt werden sollte, dass b) in Ausfahrbereichen innerhalb von Verbindungsrampen der Ausfahrtyp AR2 (Gabelung) nach RAL-K-2 den Fahrgewohnheiten der Kraftfahrer eher entspricht als der Ausfahrtyp AR1 und auch bei einem kleinen Inselspitzenabstand einen fluessigen und sicheren Verkehrsablauf gewaehrleistet und dass c) in Verflechtungsbereichen zwischen Ein- und Ausfahrt der Schleifenrampen auf der Verteilerfahrbahn eine Verflechtungsstrecke auch bei kleinen Inselspitzenabstaenden die verkehrstechnisch guenstigste Loesung ist.