ANLAGE EINER VERSUCHSSTRECKE MIT SANDEN ZUR KONTROLLE DES AUSSAGEWERTES VON LABORATORIUMSPRUEFUNGEN

Es wurde angestrebt, einmal moeglichst das gesamte Spektrum von Sandqualitaeten in der Versuchsstrecke zu erfassen und andererseits alle relevanten Pruefverfahren im Labor heranzuziehen, um die Moeglichkeiten auszunutzen, Abhaengigkeiten zwischen den Laborergebnissen und den Feststellungen auf der Versuchsstrecke zu ergruenden. Im Labor wurden, neben den Eignungspruefungen fuer die Versuchsstreckenabschnitte, folgende Sandeigenschaften ueberprueft: Kornzusammensetzung, Kornform, Widerstand der Sandkoerner gegen mechanische Beanspruchungen, Frost- und Tausalzbestaendigkeit, Verhalten bei thermischer Beanspruchung, Feinstkorneigenschaften, insbesondere Bindemittelversteifung und Wasserempfindlichkeit (Quellfaehigkeit), Hafteigenschaften und Polierverhalten. Das verwendete Bindemittel Bitumen B 80 wurde im nicht verarbeiteten Zustand (Tank) und nach der Extraktion den konventionellen Pruefverfahren unterzogen. An 15 Versuchsfeldern der insgesamt 2,3 Kilometer langen Versuchsstrecke wurden in jeweils 2 Messprofilen durchgefuehrt: Temperaturmessungen, zerstoerungsfreie Dickenmessungen, Ebenheit in Quer- und Laengsrichtung, Rauhtiefenmessungen, Griffigkeitsmessungen mit Pendelgeraet und Stuttgarter Reibungsmesser, Strukturaufnahmen. Nach Fertigstellung der Versuchsstrecke wurden wiederum in 30 Profilen Bohrkerne entnommen und auf Dicke, Verdichtungsgrad und Zusammensetzung (Bindemittelgehalt, Kornzusammensetzung) ueberprueft. Bei der Auswertung der umfangreichen Labor- und Feldversuche wurden dann Abhaengigkeiten festgestellt zwischen dem Verhalten der verschiedenen Sande in der Versuchsstrecke und den Ergebnissen der Laborpruefungen mit dem Ziel, Hinweise fuer Anforderungen zu erhalten, die an die Sande zu stellen sind, welche in Asphaltbetondeckschichten verwendet werden. (Fortsetzung siehe FA 7.137)