EINFLUSS VON HAFTBRUECKEN AUF DIE HALTBARKEIT VON AUSBESSERUNGEN MIT ZEMENTMOERTEL (LABORVERSUCHE)

Im Strassenbau koennen beschaedigte Betonoberflaechen durch einen Aufbeton oder Moertel ausgebessert werden. Voraussetzung fuer die Haltbarkeit solcher Ausbesserungen ist ein ausreichend fester und dauerhafter Verbund zwischen Alt- und Neubeton. Dazu wird meist eine Haftbruecke zwischen beiden Komponenten aufgebracht. In Laborversuchen wurden 12 verschiedene Haftbruecken mit 5 unterschiedlichen Pruefmethoden untersucht. Es wurde festgestellt, dass mit optimal zusammengesetztem Zementleim als Haftbruecke (Wasser/Zementfaktor(z/w) = 0,35 und Verfluessiger) die Betonzugfestigkeit erreicht werden kann. Zusaetze aus Kunststoffdispersionen koennen die Festigkeit von Haftbruecken aus Zementleim mit w/z = 0,35 und Verfluessiger negativ beeinflussen. Gefuellte Epoxidharze eignen sich als Haftbruecken besser als ungefuellte Epoxidharze. Mit gefuellten Epoxidharzen kann die Haftfestigkeit von Zementleim-Haftbruecken unter Umstaenden uebertroffen werden. Oberflaechenbeschaffenheit, Arbeitssorgfalt und Nachbehandlung beeinflussen die Haftfestigkeit. Die Impraegnierung der Altbetonoberflaechen fuehrte zu keiner wesentlichen Veraenderung der Haftfestigkeit. Bei langer Lagerung unter Wasser nahmen die Festigkeiten der Haftbruecken zu; Luftlagerung hatte meist eine Festigkeitsabnahme zur Folge. Eine Ausnahme bildete dabei das gefuellte Epoxidharz, bei dem die Festigkeit gleich blieb. Bei Frost-Tauwechsel-Beanspruchung sank die Festigkeit aller Haftbruecken schon nach wenigen FT-Wechseln ab und erreichte nach 100 FTW 71 Prozent (Zementleim) beziehungsweise 52 Prozent (EP-Harz ungefuellt) des Ausgangswertes. Fuer die Untersuchungen wurden 5 verschiedene Pruefmethoden verwendet und entwickelt: Die bekannte Abziehmethode, der Zugversuch an gekerbten Bohrkernen und der Spaltzugversuch nach DIN 1048 streuten mit 13-17 Prozent relativ stark. Die sogenannte CT-Probe streute mit 4,7 Prozent am geringsten. Eine modifizierte Spaltzugmethode, die auch an Bohrkernen durchgefuehrt werden kann, ist mit 5,3 Prozent Streuung sehr zuverlaessig und einfach durchzufuehren. Der Spaltzugversuch und Versuche an CT-Proben eignen sich im allgemeinen nur fuer Laborversuche.