ROUTENWAHL DES SCHWERVERKEHRS

Da zahlreiche Fragen der Verkehrsplanung sich speziell auf den Lkw-Verkehr beziehen und eine Zunahme des Schwerverkehrs gegenueber dem Pkw-Verkehr von den Anrainern in viel hoeherem Masse als stoerend empfunden wird, wurde ein fuer den Schwerverkehr geltendes Umlegungsmodell erstellt. Das Wahlverhalten der Lkw-Lenker wurde mit Hilfe einer umfangreichen Fragebogenaktion quantifiziert, deren Ergebnis den anhand der Streckencharakteristik ermittelten Einflussgroessen, wie Reisezeit, Routenlaenge, Strassenbreite, Steigungen, Geschwindigkeitsbeschraenkungen und dergleichen gegenuebergestellt. Mit Hilfe der linearen Mehrfachkorrelationsrechnung konnten vier Modellansaetze ermittelt werden. Mit der Reisezeit alleine konnte bereits ein Guetemass von 68,8 Prozent erzielt werden, das sich unter Verwendung von vier Einflussgroessen (Reisezeit, Routenlaenge, Strassenbreite, Anteil an Geschwindigkeitsbeschraenkung) auf ueber 96 Prozent steigerte. Anhand einer Gegenueberstellung zwischen der mit den vier Modellansaetzen errechneten und der tatsaechlichen, mittels Zaehlungen erhobenen Aufteilung, zeigte sich eine derart hohe Uebereinstimmung, dass von einer guten Praxistauglichkeit des abgeleiteten Modells gesprochen werden kann.