ALKOHOLISIERUNG AM STEUER AUS DER SICHT DER GERICHTSMEDIZIN

Die Festlegung eines Promillegrenzwertes wird grundsaetzlich skeptisch betrachtet, da jeglicher Alkohol im Blut die Fahrtuechtigkeit beeintraechtigen kann und daher nur eine 0,0 Promillegrenze als wissenschaftlich gerechtfertigt gelten kann. Es wird angefuehrt, dass das derzeitige Limit von 0,8 Promille bei polizeilich abgenommenen Blutproben bei weitem ueberschritten wird und im statistischen Mittel bei 1,46 Promille liegt. Angezweifelt wird, dass jeder Unfall, an dem ein alkoholisierter Lenker beteiligt ist, kausal mit dem Alkohol zusammenhaengt. Auch die Aussagekraft des Atemalkoholtests wird in Frage gestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass die relative Fahrunsicherheit bei etwa 0,3 Promille beginnt. Zwischen 0,5 und 0,8 Promille ist das Fahrverhalten bereits empfindlich gestoert. Die Entscheidung ueber einen gesetzlichen Promillegrenzwert wird als eine rein politische Entscheidung bewertet. Als unumgaenglich fuer die Einhaltung des Limits werden Alkoholkontrollen durch die Exekutive gesehen. (Siehe auch IDS-Nr. 331895). (KfV/H)

  • Authors:
    • MACHATA, G
  • Publication Date: 1993

Language

  • German

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  • Accession Number: 01247604
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:01AM