MEDIZINISCHE ASPEKTE DER ALKOHOLISIERUNG AM STEUER

Im Rahmen einer anlaesslich der Einfuehrung des Alkomaten im Jahre 1987 durchgefuehrten Praxisstudie wurden in Wien in 34 Naechten 200 Lenker untersucht, die bei einer polizeilichen Kontrolle oder wegen eines Verkehrsunfalls auffaellig geworden sind. Es zeigte sich, dass 53 Prozent der Lenker einen Blutalkoholgehalt zwischen 1,5 und 2,5 Promille aufwiesen. Die Studie diente damals dem Vergleich zur Verlaesslichkeit bei der Anwendbarkeit von Blut- und Alkoholproben. Inzwischen wurde eine fast hundertprozentige Uebereinstimmung zwischen Blutalkoholgehalt und Atemalkoholkonzentration in allen Ebenen nachgewiesen. Plaediert wird fuer die Einfuehrung routinemaessiger Alkoholkontrollen im Rahmen der Verkehrsueberwachung. Die Folgen einer Alkoholisierung ab 0,5 Promille werden aufgezeigt: hoher Blendungseffekt bei entgegenkommenden Fahrzeugen in der Nacht, verminderte Tiefensehschaerfe (Uebersehen von Fussgaengern, Radfahrern, Begrenzungspfloecken) und falsches Reaktionsverhalten. Es wird davon ausgegangen, dass es durch die Senkung der Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 mittels verstaerkter polizeilicher Ueberwachung und durch die Moeglichkeit routinemaessiger Alkoholkontrollen bei Fahrzeuglenkern zu einer Senkung der Unfalltoten um 300 Personen pro Jahr (bei einer derzeitigen jaehrlichen Zahl von 1.300 Verkehrstoten) kommen wuerde. (Siehe auch IDS-Nr. 331895). (KfV/H)

  • Authors:
    • FOUS, R
  • Publication Date: 1993

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01247603
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:01AM