ERFAHRUNGSWISSEN UND INDIVIDUELLE EINSATZERFAHRUNGEN VON LKW-FAHRERN

Die Anzahl getoeteter und verletzter Fahrer und Mitfahrer von Lkw stieg in den letzten Jahren trotz technischer Verbesserungen an. Es werden daher Anforderungen, Verhalten, Erleben und Denkweisen von Fernfahrern in bezug auf ihre Taetigkeit untersucht. Die Stichprobe betrug 21 Fahrer. Es zeigten sich unter anderem folgende Ergebnisse: Fuer Stadtfahrer betrug die Lenkzeit nur 34 Prozent der Arbeitszeit, der groesste Anteil war Wartezeit. Im Linienverkehr waren die Lenkzeiten dagegen sehr hoch (81 Prozent). In der Hierarchie der persoenlichen Wertigkeit einzelner Taetigkeitsziele steht an der Spitze der Wunsch, den Kunden zufriedenzustellen. Insgesamt wird den Kategorien sozialer Beziehungen der groesste Wert beigemessen. Bei der Selbsteinschaetzung des Fahrverhaltens zeigten sich die aelteren Fahrer staerker in den Arbeitsprozess eingebunden und fuehlten sich durch die Gesamtheit der Taetigkeit staerker in Anspruch genommen als die juengeren Lkw-Fahrer. Die juengeren schaetzten sich ausserdem unbekuemmert und sozial distanzierter ein. Der Einstieg in die Taetigkeit als Berufskraftfahrer erfolgt in juengeren Jahren ueber die Trampfahrertaetigkeit, mit zunehmendem Alter ist eine Hinwendung zum Linien- oder Stadtverkehr zu beobachten. Trotz erlebter Abnahme koerperlicher Leistungsfaehigkeit bestand bei allen Fahrern der Wunsch, bis zum Rentenalter Berufskraftfahrer zu bleiben. 1. Deutscher Psychologentag, September 1991, Dresden. Siehe auch Gesamtaufnahme der Tagung, IDS-Nummer 329627.

  • Availability:
  • Authors:
    • DIERKS, S
    • Hosemann, A
    • Mueller, K
    • Schubert, W (Ed.)
    • STREBLOW, H
    • WOLFF, S
  • Publication Date: 1993

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01247549
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-925559-60-4
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 4:00AM