UMWELTFRAGEN DES INDIVIDUALVERKEHRS. ZUR ROLLE DER AUTOMOBILINDUSTRIE BEI DER BEWAELTIGUNG DER PROBLEME DES PERSONENVERKEHRS

Untersucht werden die Entwicklungen und Trends im Personenverkehr in Europa unter besonderer Beruecksichtigung von Deutschland und Oesterreich, der gesellschaftliche Stellenwert der individuellen Mobilitaet und die spezifische Rolle des Pkw. Dargestellt werden weiters die Nachteilswirkungen des Individualverkehrs fuer die Umwelt, seine raumstrukturellen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Als Ansatzpunkte fuer eine umweltadaequate Neuorientierung im Personenverkehr werden raumstrukturelle Massnahmen, wie die Dezentralisierung von Siedlungs- und Produktionsstrukturen sowie verkehrsstrukturelle Massnahmen genannt. Diese sind: eine Neubewertung der Verkehrstraeger in Politik und Gesellschaft, die Umsetzung von Strategien zur Verkehrsverlagerung, die Zusammenfuehrung der Verkehrstraeger zu einem integrierten Gesamtverkehrssystem und die Entwicklung neuer Fahrzeugkonzeptionen durch die Automobilindustrie. Die spezifische Rolle der Automobilindustrie, die sie im Rahmen einer Neuorientierung des Personenverkehrs spielen kann, ihre Verantwortung gegenueber der Gesellschaft bei der Bewaeltigung der bestehenden Probleme im Verkehrsbereich sowie moegliche Aktionsfelder kuenftiger Unternehmensaktivitaeten werden eroertert. Die Gruende, welche die geforderte aktive Rolle der Industrie im Problemloesungsprozess einschraenken oder sogar verhindern koennen, werden aufgezeigt. Zusaetzlich wird erlaeutert, inwieweit Unternehmen Einfluss auf Einstellungsaenderungen der Konsumenten als wesentliche Grundlage fuer den Erfolg des propagierten Vorgehens nehmen koennen und welche rahmenpolitischen Bedingungen zur Umsetzung des Vorhabens geschaffen werden muessen. Abschliessend erfolgt eine Darstellung von 7 ausgewaehlten Projekten von Automobilherstellern (zum Beispiel PROMETHEUS-Programm, Fahrzeugrecyclingkonzept der BMW AG und andere mehr), die einen Einblick geben, mit welchen Massnahmen und Konzepten die Automobilindustrie versucht, Problemloesungen anzubieten. Kritisiert wird, dass die Autohersteller nicht wirklich bereit sind, die unzeitgemaesse Wertigkeit der Verkehrstraeger zu objektivieren. (KfV/H)

  • Corporate Authors:

    JOHANNES KEPLER UNIVERSITAET, INSTITUT FUER GESELLSCHAFTSPOLITIK, ABTEILUNG FUER OEKOLOGIE UND POLITIK

    ALTENBERGERSTRASSE 69
    LINZ-AUHOF,   OESTERREICH  A-4040
  • Authors:
    • SCHWEIGHOFER, R B
  • Publication Date: 1992-12

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 153S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01247444
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 3:57AM