VERDACHTSFREIE ATEMALKOHOLKONTROLLEN? BEMERKUNGEN ZU DEN ENTSCHLIESSUNGEN DES 30. DEUTSCHEN VERKEHRSGERICHTSTAGES (29. BIS 31. JANUAR 1992 IN GOSLAR)

Bei der modernen Atemalkoholanalyse zur Feststellung alkoholbedingter Fahrunsicherheit geht es nicht nur um die Problematik, in welchem Umfang die Ergebnisse dieser modernen Moeglichkeiten forensisch verwertbar sind, sondern auch um die Frage, welche gesetzlichen Moeglichkeiten es gibt, die Durchfuehrung verdachtsfreier Atemalkoholtests zu erzwingen. Eine solche Pflicht, die dem geltenden Recht bisher fremd ist (vergleiche Paragraph 36 Absatz 5 Strassenverkehrsordnung), ist verfassungsrechtlich bedenklich, weil nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts an sich niemand gezwungen werden kann, sich durch eigenes Verhalten (hier: kraeftiges und nachhaltiges Blasen in das Geraet) in die Gefahr zu bringen, straf- oder ordnungswidrigkeitenrechtlich selbst belangt zu werden (Prinzip "nemo tenetur se ipsum accusare"). Der Verfasser zeigt auf, in welchen (engen) rechtlichen Grenzen derartige verdachtsfreie Atemalkoholtests erzwungen werden koennen. (A*) Titel in Englisch: Random Breathalyser testing? Remarks to the decisions of the 30th German Traffic Court Day from January the 29th until January the 31th 1992 in Goslar.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 289-301
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 29
    • Issue Number: 5
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01246775
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 3:41AM