VON EXPERTEN ZU BETEILIGTEN. PARTIZIPATION VON INTERESSIERTEN UND BETROFFENEN BEIM ENTSCHEIDEN UEBER VERKEHRSVORHABEN

Verkehrsplanung betreiben heisst Nutzen und Belastung verteilen. Diese Aufgabe war in den vergangenen Jahrzehnten meist konfliktfrei zu loesen. Der Platz fuer neue Strassen war vorhanden und ein breiter gesellschaftlicher Konsens bot die Basis fuer deren Realisierung. Diese Situation hat sich veraendert. Immer deutlicher zeigt sich, dass die Folgewirkungen und Schaeden der unkritischen Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte die Tragfaehigkeit der Umwelt wie der gewachsenen Siedlungsstrukturen uebersteigen. Die Verkehrsplanung hat sich deshalb immer mehr auch mit der Reparatur dieser Folgeschaeden auseinanderzusetzen. Dies hat Folgen: die Auseinandersetzungen mit dem Verkehr werden grundsaetzlicher, haerter und emotionaler. Die Verkehrsplaner werden immer haeufiger eingebunden in die Auseinandersetzungen verschiedener Interessengruppen und muessen in den Planungsprozessen Aufgaben erfuellen, fuer die sie als technische Fachleute wenig geruestet sind. Es wird erwartet, dass sie zusaetzlich zur technischen Beratung die Rollen von Moderatoren, Vermittlern und Gespraechsfuehrern uebernehmen. Welche Chancen bietet diese Entwicklung? Welche Stolpersteine liegen auf diesem Weg verborgen? Die Forschungsarbeit behandelt partizipative Planungsprozesse auf Konzept- und Projektebene unter Einbeziehung der betroffenen und interessierten Bevoelkerung. Die bei solchen Aufgaben ablaufenden politischen und gruppendynamischen Prozesse wurden anhand von konkreten Fallbeispielen untersucht. Die Erkenntnisse aus den Fallbeispielen und aus den langjaehrigen Erfahrungen der Bearbeiter sind in "20 THESEN ZUR PARTIZIPATIVEN PLANUNG" zusammengefasst. Zusammen mit den "CHECKLISTEN FUER DIE PRAXIS" helfen diese den Planenden beim Einstieg, waehrend und nach Abschluss von Planungsarbeiten ueber ihre Arbeit nachzudenken und sich die richtigen Fragen zu stellen. Einfache Rezepte gibt es nicht, denn jeder Planungsprozess hat individuelle Zuege. Die Thesen zur partizipativen Planung sind in Themenkreisen zusammengefasst. Diese behandeln die folgenden Bereiche: - die Rolle der Planenden, - Gruppenverhalten und Gruppenzusammensetzung, - Partizipative Planung und politische Strukturen, - Planung als Prozess, - Oeffentlichkeitsarbeit. Dieser Bericht beendet die unter IDS-Nummer 704115 beschriebene Forschungsarbeit. (A)

  • Corporate Authors:

    VEREINIGUNG SCHWEIZERISCHER VERKEHRSINGENIEURE (SVI)

    LEONHARDSTRASSE 27
    ZUERICH,   SUISSE  CH-8001

    VEREINIGUNG SCHWEIZERISCHER STRASSENFACHLEUTE (VSS)

    SEEFELDSTRASSE 9
    ZUERICH,   SUISSE  CH-8008
  • Authors:
    • DIETIKER, J
    • LISCHNER, K R
  • Publication Date: 1992-12-1

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 104S
  • Serial:
    • Issue Number: 259

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01246081
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 3:26AM