ANPASSUNGSPROBLEME DER VERKEHRSTEILNEHMER IN DEN NEUEN BUNDESLAENDERN AN VERAENDERTE VERKEHRSBEDINGUNGEN

Infolge der veraenderten Bedingungen der Verkehrsteilnahme in den neuen Laendern (Inkrafttreten neuer Verkehrsvorschriften, Zunahme und strukturelle Aenderung der Motorisierung und andere) ergeben sich dort veraenderte Anforderungen an das Verhalten der Verkehrsteilnehmer/innen. In einigen Faellen handelt es sich bei den neuen Anforderungen um gravierende Aenderungen: zum Beispiel Umstieg auf sehr viel leistungsstaerkere Fahrzeuge, veraenderte Vorfahrtsregelung der Strassenbahnen, Erhoehung der zulaessigen Hoechstgeschwindigkeit auf Landstrassen und voraussichtlich in absehbarer Zeit auch auf Bundesautobahnen sowie die zu erwartende Anhebung der Promillegrenze. Eine Reihe von Festlegungen der Strassenverkehrsordnung der ehemaligen DDR wurde von der weitaus ueberwiegenden Mehrheit der Bevoelkerung befuerwortet, so dass auch hier mit Problemen im Umgang mit den neuen Regelungen gerechnet werden muss. Ziel des Projektes ist es, die infolge der veraenderten Verkehrsbedingungen aufgetretenen Wissensdefizite, Akzeptanz- und Anpassungsprobleme zu erfassen und Moeglichkeiten zur Einflussnahme aufzuzeigen. Dazu sind gegebenenfalls auch mehrere Studien durchzufuehren, mit denen die strukturellen und psychologischen Hintergruende und Erklaerungen (Einstellungen, Motive, Werte und Normen) im Hinblick auf die Anpassungsprobleme aufgezeigt werden. Diese Erkundungsstudien - mit einer moeglichst umfassenden Darstellung berichteter Anpassungsprobleme - sollen Interpretationshilfen fuer die repraesentativen Bevoelkerungsumfragen (Projekte 8944.3 und 9112) und von der BASt durchgefuehrte Verhaltensbeobachtungen im Verkehr sowie die Konzeption von Aufklaerungsmassnahmen (Projekt 9116) liefern.