ERSTE BRUECKE MIT SPANNGLIEDERN AUS GLASFASERVERBUNDWERKSTOFFEN IN OESTERREICH: FLUTBRUECKE NOETSCH, WEST, DER GAILTALBUNDESSTRASSE

In Oesterreich wurden Spannglieder aus Glasfaserverbundwerkstoffen erstmals bei einer im Zuge der Gailtalbundesstrasse zu errichtenden Bruecke eingesetzt. Ein Vergleich dieser Hochleistungsverbundstaebe (HLV)-Spannglieder mit solchen aus Spannstahl zeigt: 1.) das E-Modul erreicht nur 1/4 der Groesse von Spannstahl; der damit verbundene vierfache Spannweg beim Vorspannen kann besser kontrolliert werden, der Spannkraftverlust infolge Schwindens und Kriechens des Betons reduziert sich um den Faktor 4; 2.) im Gegensatz zu Stahl hat dieses neue Material kein plastisches Verformungsvermoegen; 3.) die Dauerstandfestigkeit betraegt 70 Prozent der Kurzzeitfestigkeit; 4.) bei hohen Temperaturen zeigen Glasfaserstaebe nahezu gleiches Verhalten wie Spannstahl; 5.) das spezifische Gewicht des Glasfasermaterials ist um den Faktor 4 kleiner als das von Stahl; 6.) die Glasfaserstaebe sind elektromagnetisch neutral; 7.) sie erlauben die Integration von Sensoren fuer intelligente Vorspannungssysteme. Da die Querdruckfestigkeit des Glasfaserwerkstoffes nur 10 Prozent seiner Laengszugfestigkeit betraegt, wurde fuer die HLV-Spannglieder eine spezielle Vergussverankerung entwickelt, bei der das Spannglied in einem profilierten Stahlrohr gefasst und mit einem eigens entwickelten Kunstharzmoertel vergossen wird. Die Eintragung der Vorspannkraft in das Tragwerk erfolgt ueber einen Stellring auf eine Lagerplatte.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01245649
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 3:15AM