BESTIMMUNG DES KORROSIONSAKTIVEN CHLORIDS IN ABHAENGIGKEIT VON ZEMENTART UND W/Z-WERT

Die Gefahr der Chloridkorrosion einbetonierter Bewehrung haengt nicht vom Gesamtchloridgehalt des Betons ab, sondern von der im Porenwasser vorhandenen Chloridkonzentration. Ein Teil des Chlorids wird vom Zementstein gebunden und ist damit nicht korrosionsaktiv. An Zementstein- und an Betonproben wurde der im Porenwasser loesliche Chloridanteil analysiert. Damit sollten Massstaebe fuer die Beurteilung der Korrosionsgefahr und Regeln fuer die praktische Durchfuehrung der Analysen gewonnen werden. Die groessere Porositaet des Zementsteins aus PZ fuehrte gegenueber HOZ bei gleichen W/Z-Werten zur dreifachen eindiffundierten Chloridmenge. Auch die Chlorideindringtiefen waren im gleichen Verhaeltnis groesser. Die Sieblinie der Zuschlaege (Groesstkorndurchmesser und Mehlkorngehalt) hatten fuer das Chlorideindringen keine wesentliche Bedeutung. Die loesliche Chloridmenge war abhaengig vom W/Z-Wert (0,4 beziehungsweise 0,6). Im Zementstein mit W/Z = 0,6, welcher infolge groesseren Porenvolumens mehr Porenwasser enthielt, war die Konzentration des geloesten Chlorids entsprechend geringer. Die im ausgepressten Porenwasser geloeste Chloridmenge betrug etwa ein Drittel des bei der Herstellung zugegebenen beziehungsweise zwei Drittel des in den vorher chlorfreien Beton eingedrungenen Chlorids. Eine etwa gleich grosse Menge konnte durch Extraktion mit Wasser aus dem Zementstein herausgeloest werden. Siehe auch IDS-Nummer 703860.

Language

  • German

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01245379
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 3:09AM