ZUR PRAEZISIONSKONTROLLE DER BLUTALKOHOLBESTIMMUNG

Seit 1978 erfolgen in den rechtsmedizinischen Instituten regelmaessige Qualitaetskontrollen der Blutalkoholbestimmung durch Teilnahme an Ringversuchen. Der BGH fordert "durch die Bekanntgabe der vier beziehungsweise fuenf Einzelwerte jeder Blutalkoholbestimmung nachzuweisen, dass die sich ergebende Standardabweichung unter den im Gutachten von 1989 angegebenen Maximalwerten liegt". Einerseits soll die Verfahrenskontrolle durch die erfolgreiche Teilnahme an den Ringversuchen gewaehrleistet sein, andererseits wird der Nachweis immer aufs neue gefordert, die Praezision jeder BAK-Bestimmung aus ihren Einzelwerten zu belegen. Im hier dargestellten Beispielfall eines Beschwerdefuehrers liegt der Mittelwert bei 1,11 Promille, die Einzelwerte betrugen 1,09, 1,10, 1,11 und 1,17 Promille, die Standardabweichung 0,036 Promille. Die vom BGH geforderte Standardabweichung wird damit ueberschritten. Obwohl die Berechnung der Standardabweichung der Einzelwerte nicht beanstandet werden kann, ist dieser Parameter nicht zur Kontrolle der Verfahrenspraezision der BAK-Untersuchung geeignet, wie es der BGH unter Berufung auf das Gutachten 1989 vorschreiben will. Das betreffende Blutalkoholergebnis kann daher vorbehaltlos verwendet werden. Eine Verringerung der bisher zulaessigen Variationsbreite der Einzelwerte von 10 Prozent ist nicht sinnvoll. Titel in Englisch: About the precision control of the blood alcohol determination.

  • Availability:
  • Authors:
    • SAMMLER, J
    • SPRUNG, R
    • HILGERS, R
  • Publication Date: 1992

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 205-10
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 29
    • Issue Number: 3
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01245355
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 3:08AM