FAHRTUECHTIGKEIT BEI DROGENKONSUMENTEN

Bei drogenbedingten einmaligen Rauschzustaenden haben wir uns bezueglich der Fahreignung am Zustand des Kraftfahrzeugfuehrers zur Tatzeit zu orientieren. Eine positive Harn- oder Serumprobe allein laesst in der Regel keine sicheren Aussagen ueber die Eignung zum Fuehren eines Kraftfahrzeugs zu.Hierbei sind die jeweiligen Wirkungsspektren der eingenommenen Rauschdrogen zu beruecksichtigen. Bei chronischem Konsum beziehungsweise bei Abhaengigkeit von einem Rauschmittel sowie bei Methadonsubstitution bestehen zwei Beurteilungsmoeglichkeiten: Entweder wir folgen dem Gutachten "Krankheit und Kraftverkehr" der Bundesregierung, dann schliesst Rauschgiftsucht die Fahreignung aus. Oder wir orientieren uns auch hier am Leistungsbild zur Tatzeit, dann waeren viele Suechtige fahrtauglich, aber es entstuende ein Widerspruch zur Rechtslage im Bereich Alkohol und Verkehrstauglichkeit. Wie vorzugehen ist, haben naturgemaess Gesetzgeber und Rechtsprechung zu entscheiden. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 193-6
  • Serial:
    • VERSICHERUNGSMEDIZIN
    • Volume: 43
    • Issue Number: 6
    • Publisher: VERLAG VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT E.V.
    • ISSN: 0933-4548

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01245327
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 3:08AM