VERBESSERUNG DES VERFAHRENS UEBER DIE ERFASSUNG VON PROJEKTBEITRAEGEN ZUR UEBERWINDUNG REGIONALER UNTERBESCHAEFTIGUNG IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

Bei der vorliegenden Untersuchung handelt es sich um eine ex-post-Analyse der regionalen Standort- und Beschaeftigungswirkungen von insgesamt drei Autobahnprojekten. Auf Basis einer Unternehmensbefragung (1.381 befragte Unternehmen; Ruecklaufquote rund 20 Prozent), einer Befragung der zustaendigen Industrie- und Handelskammern sowie der Nutzung statistisch-oekonometrischer Verfahren wird versucht, die regionalwirtschaftlichen Effekte des Autobahnbaus zu identifizieren. Die Untersuchungen zeigen, dass generell vor allem der Autobahnbau positiv bewertet wird. Er hat im Zeitraum 1976 bis 1986 zu einer Steigerung der Beschaeftigung bei den befragten Betrieben um rund 21 Prozent gefuehrt. Entleerungseffekte sind kaum ermittelt worden. Generell konnte auch festgestellt werden, dass Regionen mit Autobahnneubauten eine positivere Wirtschaftsentwicklung zeigten als Regionen ohne Autobahnbauten. Allerdings zeigen die statistischen Analysen, dass auch durch Autobahnbauten der negative Trend der Beschaeftigungsentwicklung in den altindustrialisierten Raeumen sowie in Randzonen nicht umgekehrt, sondern hoechstens abgeschwaecht werden kann. Die Untersuchungen widerlegen aeltere Thesen, dass Autobahnen keinen oder sogar einen negativen regionalwirtschaftlichen Effekt besitzen.