ENTWICKLUNG EINER METHODIK ZUR BEWERTUNG EINES OEPNV-ANGEBOTES IN DER REGION

Ausgangspunkt der Forschungsarbeit war die Ueberlegung, wie bei zukuenftigen OEPNV-Planungen grundsaetzliche Zusammenhaenge zwischen dem OEPNV-Angebot und spezifischen raumstrukturellen Gegebenheiten dazu benutzt werden koennen, Bewertungsgroessen herzuleiten, die eine dem eigentlichen Planungsprozess vorgeschaltete Beurteilung des vorhandenen OEPNV-Angebotes im laendlichen Raum ermoeglichen. Nach dem Bundesraumordnungsplan (BROP) bildet die Sicherung des zentraloertlichen Systems einen wesentlichen Ausgangspunkt der raumordnungspolitischen Zielvorstellungen fuer den OEPNV in der Flaeche. Das entwickelte Bewertungsmodell baut auf den gewonnenen Erkenntnissen ueber die Zusammenhaenge zwischen dem OEPNV-Angebot und der raumordnerischen Gliederung eines Untersuchungsraumes (Landkreises) einerseits und bestimmten kreisspezifischen Einflussgroessen andererseits auf. Es konnte nachgewiesen werden, dass ein Zusammenhang zwischen dem vorhandenen OEPNV-Fahrtenangebot eines Kreises und der Hierarchie von Entwicklungsbaendern bestimmter Ordnung beziehungsweise von Zentralitaetsstufen in diesem Kreis existiert. In einer Analyse des vorhandenen OEPNV-Angebotes wurden die untersuchten Kreise mittels Einflussgroessen (Einwohnerdichte, Reisezeitverhaeltnis OEV/IV, Beschaeftigtenquote) in drei Kategoriestufen eingeteilt, innerhalb derer nur relativ geringe Unterschiede des Fahrtenangebotes auf jeweils gleichen Relationsgruppen festzustellen waren. Das eigentliche Bewertungsverfahren besteht in einem Vergleich des Ist-Angebotes einzelner Relationen in einem Untersuchungsgebiet mit diesen Beurteilungsrichtwerten der Kategorienstufe (1. Stufe des Gesamtplanungsprozesses). Der Erhebungsaufwand zur Beschaffung von planungsrelevanten Daten reduziert sich dann in der 2. Stufe in der Regel nur auf diejenigen Relationen, bei denen Abweichungen festgestellt wurden.