SICHERUNG VON RADFAHRERN AN STAEDTISCHEN KNOTENPUNKTEN (FP 8925 DER BAST)

Radfahrer sind an staedtischen Verkehrsknotenpunkten oft in einem hohen Masse Unfallgefahren und Risiken ausgesetzt. Nach wie vor bestehen in einer Reihe von wichtigen Detailpunkten Unklarkeiten darueber, wie der Radfahrer in diesen Bereichen zweckmaessigerweise zu fuehren ist. Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen des Forschungsprojektes mit Hilfe umfangreicher empirischer Untersuchungen (Unfallanalysen, Verhaltensbeobachtungen) und von Modellrechnungen aus einer ganzheitlichen Sichtweise heraus abgeklaert, wie bestimmte Arten der Fuehrung und Behandlung geradeausfahrender Radfahrer an Knotenpunkten im Verlauf staedtischer Hauptverkehrsstrassen einzuschaetzen sind. Die untersuchten Fragestellungen betreffen die Markierung beziehungsweise Aufpflasterung von Radwegen an Einmuendungen von Erschliessungsstrassen mit Wartepflicht, das Mass der Absetzung von Radfahrerfurten vom Rand der uebergeordneten Strasse an Knotenpunkten ohne beziehungsweise mit Lichtsignalanlage, die Fuehrung geradeausfahrender Radfahrer an freien Rechtsabbiegefahrbahnen mit Dreiecksinseln sowie die Fuehrung der Radfahrer an grossen Kreisverkehrsplaetzen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Empfehlungen zur Radverkehrsfuehrung an Knotenpunkten abgeleitet, die auf einer Abwaegung zwischen verschiedenen Zielfeldern und Nutzungsanspruechen beruhen (Verkehrssicherheit, Verkehrsqualitaet fuer Kraftfahrzeug- und Radverkehr, Leistungsfaehigkeit, stadtgestalterische Aspekte). Die Arbeit macht deutlich, dass im Bereich von Knotenpunkten noch wesentliche radverkehrsbezogene Sicherheitsreserven durch Entwurfsmassnahmen mobilisierbar sind. Eindeutig "beste Loesungen" und eine eindeutig richtige "Entwurfsphilosophie" gibt es nach den Erkenntnissen des Projektes offenbar auch fuer Radverkehrsanlagen nicht. Jedes Entwurfselement fuer den Radverkehr hat vielmehr aus ganzheitlicher Sicht (Sicherheit, Leistungsfaehigkeit, Nutzungskonkurrenz, Gestaltqualitaet) Vor- und Nachteile, die eine sorgfaeltige, einzelfallbezogene Abwaegung erfordern. Die vorliegende Arbeit liefert hierzu wichtige Entscheidungsgrundlagen.

  • Corporate Authors:

    PLANUNGSGEMEINSCHAFT VERKEHR

    GROSSE BARLINGE 72 A
    HANNOVER,   DEUTSCHLAND BR  D-3000

    TECHNISCHE UNIVERSITAET HANNOVER, INSTITUT FUER STRASSENWESEN UND STAEDTEBAU

    CALLINSTR. 15
    HANNOVER 1,   DEUTSCHLAND BR  D-3000
  • Authors:
    • -
  • Publication Date: 1992

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 264S

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01244778
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 2:56AM