DIE AUSWIRKUNGEN VON DIESELMOTORABGASEN AUF DIE GESUNDHEIT

Ausgehend von den Diskussionen Mitte der achtziger Jahre ueber moegliche Krebsrisiken durch das Einatmen von Russpartikeln des Dieselmotorabgases hat das BMFT zusammen mit der Forschungsvereinigung Automobiltechnik, FAT, ein Verbundvorhaben zum Thema "Auswirkungen von Dieselmotorabgas auf die menschliche Gesundheit" in die Foerderung aufgenommen. In dem Bericht werden die einzelnen Untersuchungen, an denen vier Forschungsinstitute beteiligt waren, vorgestellt. Ziel der Untersuchungen war die Erforschung von Ursache-Wirkungsbeziehungen durch das Einatmen von Dieselrusspartikeln. Dazu wurden, nach einem eigens hierfuer entwickelten Verfahren, einheitliche Ausgangsstoffe (Dieselrusspartikel aus Dieselmotorabgas, Dieselrussgesamtextrakt und isolierte Fraktionen) sowie kaeuflich erworbene Titandioxidpartikel und technisch hergestellte Russpartikel bereitgestellt, mit denen Wirkungsuntersuchungen an Ratten und Maeusen beziehungsweise an Zellkulturen durchgefuehrt wurden. Die Inhalationsversuche mit Ratten haben gezeigt, dass Dieselruss in hoeheren Konzentrationen bei der Ratte krebserzeugend wirkt.Das gilt aber auch fuer anderen schwerloeslichen Feinstaub wie technischen Russ oder Titandioxid. Die krebserzeugende Wirkung scheint nicht durch die am Russ in geringen Mengen gebundenen polizyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, sondern durch den Russkern verursacht zu werden. Die Ergebnisse konnten durch in vitro Versuche an Lungenzellenkulturen vom Menschen und vom Hamster nachgewiesen werden. Andererseits war bei Inhalationsversuchen mit Maeusen und Hamstern bei denselben Dieselrusskonzentrationen keine Tumorbildung zu beobachten. Ob die Wirkung beim Menschen eher der bei der Ratte oder der bei Hamster und Maus entspricht, kann aus den Versuchsergebnissen aber nicht abgeleitet werden. In zwei weiteren Beitraegen wird schliesslich noch ueber die Entstehung und Messung von Russpartikeln im Dieselmotorabgas und ueber die Schadstoffreduzierung bei Dieselmotoren (Partikelfilter, neue Motorkonzepte, verbesserte Dieselkraftstoffe) berichtet.

  • Corporate Authors:

    FORSCHUNGSZENTRUM JUELICH

    JUELICH,   DEUTSCHLAND BR 

    GSF-FORSCHUNGSZENTRUM FUER UMWELT UND GESUNDHEIT

    MUENCHEN,   DEUTSCHLAND BR 
  • Authors:
    • -
  • Publication Date: 1992

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 62S

Subject/Index Terms

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  • Accession Number: 01244744
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 2:55AM