KRITERIEN FUER DIE PRUEFUNG VON SCHUTZHELMEN FUER MOTORISIERTE ZWEIRADFAHRER

Die Schutzwirkung von Kraftfahrerhelmen wird nach den derzeitigen Regelwerken in Fallversuchen mit ebenem und halbkugelfoermigem Gegenkoerper bei vorgegebener Aufprallgeschwindigkeit bewertet. Die Pruefung nach ECE-Regelung 22 gestattet nur einen punktuellen Vergleich verschiedener Helmausfuehrungen, wobei voellig ungeeignete Helmausfuehrungen erkannt und ausgeschieden werden. Die Pruefbedingungen und Bewertungskriterien erscheinen nicht ausreichend mit unfallstatistischen Daten und biodynamischen Grenzwerten abgesichert. In Fallversuchen wurden Schutzhelme unter verschiedenen Randbedingungen (Aufschlagpunkt, Auftreffgeschwindigkeit, Gegenkoerperform) geprueft. Die Pruefbedingungen und Messergebnisse der Simulationsversuche an neuen Helmen wurden den Randbedingungen und Folgen realer Unfaelle gegenuebergestellt. Zusaetzlich wurden aus der Literatur biodynamische Daten und Kriterien zusammengestellt. Die Untersuchung ergab, dass ueber die bleibende Eindrueckung der stossdaempfenden Polsterung eine Beziehung zwischen den Bedingungen des Fallversuches und des Unfalls hergestellt werden kann. Aus dem Vergleich der biodynamischen Werte und Beschaedigungen der Unfallhelme mit den physikalischen Groessen der Vergleichshelme ergab sich, dass die nach der ECE-Regelung 22 zulaessigen Grenzwerte keine Gewaehr dafuer bieten, dass schwerwiegende Verletzungen ausgeschlossen werden koennen. Als Schlussfolgerung ergibt sich, dass die Stossdaempfungspruefung ueber einen breiten Energiebereich bei gleichzeitiger Verringerung der bisher zulaessigen Grenzwerte durchgefuehrt werden sollte. (A)