EINSATZ PREISPOLITISCHER INSTRUMENTE. DAEMPFUNG DES VERKEHRSWACHSTUMS DURCH TRANSPORTVERZOEGERUNG?

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Kohlendioxid-Problematik werden drastische Versteuerungen des Strassenverkehrs diskutiert. Die Arbeitsgruppe Verkehr der 2. Enquete-Kommission hatte unter anderem deshalb die Aufgabe, insbesondere die Verkehrsvermeidungseffekte zu konkretisieren. Die Kommissionsmitglieder blieben den Politikern eine entsprechende Antwort schuldig. Die Ausfuehrungen liessen den Eindruck entstehen, die Preispolitik koenne nur unwesentliche Verkehrsvermeidungen bewirken. Andererseits lassen die gaengigen Verkehrsmodelle, der beobachtete Zusammenhang zwischen Pkw-Besitz und Verkehrsleistung und Modellbetrachtungen auf Basis des 2. Gossen'schen Gesetzes vermuten, dass drastische Erhoehungen der Transportkosten mittel- bis langfristig weit staerker zur Verkehrsvermeidung denn zu den in den Hearings ausgiebig diskutierten Verkehrsverlagerungen fuehren und preispolitische Massnahmen auch hier wirkungsvoller sind als ordnungs- und investionspolitische Lenkungsmassnahmen. Gefordert wird daher, dass die Verkehrspolitik das preispolitische Instrumentarium staerker ausgestaltet, die Verkehrswissenschaft sich mit dem Thema Verkehrsvermeidung durch Preis-/Kostenerhoehungen staerker auseinandersetzt und das preispolitische Instrumentarium konsequenter, aber zunaechst stufenweise vorsichtig dosierend eingesetzt wird. Titel in Englisch: Use of pricing policy instruments: Restricting traffic growth by increasing transport costs?

  • Authors:
    • STRESE, D
  • Publication Date: 1994

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01244206
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 2:26AM