DIE BEURTEILUNG DER ALKOHOLABHAENGIGKEIT IM RAHMEN DER MEDIZINISCH-PSYCHOLOGISCHEN BEGUTACHTUNG

Es werden kritische Anmerkungen gemacht zu einer frueheren Arbeit von Stephan ueber die Neuauflage des Gutachtens "Krankheit und Kraftverkehr". Insbesondere wird auf die Vorteile der neuen Klassifikationssysteme DSM-III-R und ICD-10 bei der Diagnose nicht monokausal determinierter Erkrankungen (zum Beispiel Alkoholismus) hingewiesen. Ferner wird die Kritik von Stephan, koerperliche Folgen des chronischen Alkoholismus wuerden mit der Diagnose gleichgesetzt, zurueckgewiesen. Die Argumentation Stephans, bei vielen durchschnittlichen Alkoholkonsumenten seien die Kriterien fuer Alkoholmissbrauch erfuellt, wird als nicht nachvollziehbar bezeichnet. So genuege auch eine Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille alleine nicht, um eine Alkoholerkrankung zu diagnostizieren. Im Gegensatz zu Stephan wird die Meinung vertreten, das das Gutachten gerade wegen der Verwendung der diagnostischen Kriterien der erwaehnten Klassifikationssysteme geeignet ist, als Guetemassstab fuer die Nachpruefbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Gutachten zur Frage der Kraftfahreignung zu dienen.

Language

  • German

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  • Accession Number: 01243722
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 2:12AM