ERFAHRUNGEN MIT TAUMITTELSPRUEHANLAGEN

Im Bereich des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wurden erstmalig versuchsweise stationaere Taumittelspruehanlagen installiert. Sie sollen bei Streckenabschnitten, die besonders fruehzeitig zur Glaettebildung neigen (Stahlbruecken, Strecken mit grosser Steigung) fuer eine erhoehte Verkehrssicherheit sorgen. Diese Anlagen spruehen - elektronisch gesteuert - fluessiges Auftaumittel auf die Fahrbahn. Sie haben nicht die Aufgabe, den Winterdienst zu ersetzen, sondern lokal zu ergaenzen. Sie bestehen aus Glaettemeldeanlagen, den Steuerungs- und Ueberwachungseinheiten und dem eigentlichen Spruehsystem. Die bisherigen Erfahrungen der bestehenden 4 Anlagen waren zufriedenstellend. Dabei wurde der Duesenabstand mit 8-13 m gewaehlt, die Spruehdauer auf 1 oder 2 Sekunden eingestellt. Eine Duese uebersprueht 65 m2. Der technische Stand der Anlagen garantiert eine sichere Arbeitsweise. Eine Anordnung der Duesen im Mittelstreifen hat sich besonders bewaehrt. Bei den Betriebskosten ist zwischen Klein- und Grossanlagen zu unterscheiden. Erstere wurden an Stahlbruecken fuer cirka 100 m Fahrbahnlaenge eingebaut. Der finanzielle Aufwand fuer Wartung und Pflege betraegt 2.000 DM pro Winter. Bei einer Grossanlage an der A 45 (Laenge 6.000 m) entstehen jaehrlich Kosten von 100.000 DM. Beide Angaben sind jeweils ohne Taumittel. In einer Studie der BASt wurde ein Kosten-Nutzen-Faktor von 1,9 ermittelt.

  • Authors:
    • KUTTER, M
  • Publication Date: 1993

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01242698
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:41AM