CHANCEN ZUR EMISSIONSMINDERUNG DURCH KONVENTIONELLE UND ALTERNATIVE KRAFTSTOFFE

Fuer die Festlegung von Konzepten zur Nutzung alternativer Kraftstoffe ist eine eindeutige Definition der Zielsetzung wesentlich. In der vorliegenden Ausarbeitung wird der Schwerpunkt auf die Schonung der Umwelt und damit auf die Minderung lokaler und globaler Emissionen gelegt. Als Basis fuer eine vergleichende Betrachtung dient dabei eine Abschaetzung der Potentiale konventioneller Kraftstoffe, die durch Aenderung der Komposition im Otto- und Dieselbereich mit heutigen und zukuenftigen Raffineriekomponenten und durch Verlagerungen innerhalb der Kraftstoff-Produktlinien zu Emissionsminderungen fuehren koennen. Beispiele sind die amerikanische Entwicklung von reformulierten Ottokraftstoffen sowie vergleichende Untersuchungen mit deutschen Ottokraftstoffkomponenten, die einen Einfluss auf die Schadstoffemissionen belegen und Formulationsmerkmale zukuenftiger Ottokraftstoffe aufzeigen. Durch Adjustierung von Dieselkraftstoff-Parametern werden Einfluesse auch auf das Emissionsverhalten von Dieselfahrzeugen demonstriert.Fuer die Beurteilung des Einsatzes von Kraftstoffen aus Biomasse ist die Erstellung von Energie- und Oekologiebilanzen wesentlich. Sie zeigen - entgegen anderslautender Behauptungen -, dass der CO2-Kreislauf bei einer Biomassennutzung nicht vollstaendig geschlossen ist. So ergeben Methanol und Ethanol aus Biomasse nur geringe Energie- respektive CO2-Einsparungen, erfordern aber auf der Fahrzeugseite erhebliche Anpassungsmassnahmen. Besser gestaltet sich die Energiebilanz fuer die Rapsoel- beziehungsweise Rapsoelmethylester-Herstellung und -Nutzung, doch bleibt ein Grossteil des Energieinhaltes der Rapspflanze ungenutzt. Bei der landwirtschaftlichen Produktion von Biomasse koennte sich die Bilanz klimarelevanter Emissionen moeglicherweise infolge von N2O-Emissionen aufgrund intensiver Stickstoffduengung weiter verschlechtern. Allgemein ist die Effizienz der Biomassenverwertung abhaengig vom Konversionsgrad. Dabei zeigen Prozesskonzepte, zum Beispiel zur Vergasung schnellwachsender Graeser oder auch hydrothermische Konversionsverfahren (HTU) aufgrund der dabei realisierten Ganzpflanzenverwertung deutlich groessere Potentiale zur Reduzierung des Treibhauseffektes. Aber auch hier sind zur Herstellung fluessiger Kraftstoffe eine Vielzahl von Verfahrensschritten notwendig, die eine effiziente Biomassen-Nutzung belasten. Nach heutigem Erkenntnisstand bietet der Einsatz von Biomasse in der Kombination von Waerme- und Stromerzeugung aus technischer Sicht groessere Vorteile als die Nutzung als Kraftstoff oder Kraftstoffkomponente. (A) Titel in Englisch: Opportunities for reduced emissions by conventional and alternative fuels. Tagung der VDI-Gesellschaft Fahrzeugtechnik, Wolfsburg, 24. bis 26. November 1992. Siehe auch Gesamtaufnahme der Tagung, IDS-Nummer 329902.

  • Availability:
  • Authors:
    • REGLITZKY, A A
    • SCHNIEDER, H
    • KRUMM, H
  • Publication Date: 1992

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 1-36
  • Monograph Title: ASPEKTE ALTERNATIVER ENERGIETRAEGER FUER FAHRZEUGANTRIEBE
  • Serial:
    • VDI-Berichte
    • Issue Number: 1020
    • Publisher: VDI Verlag GmbH
    • ISSN: 0083-5560

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01242620
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:39AM