INTERDEPENDENZEN ZWISCHEN TELEKOMMUNIKATION UND PERSONENVERKEHR

Es wird die (vorherrschende Meinung) nachgeprueft, ob durch vermehrten Einsatz von Telekommunikation tatsaechlich Verkehrsaufwand eingespart werden kann, oder ob die neuen Kommmunikationsmittel nicht umgekehrt sogar zu mehr Verkehr fuehren. Vielen unzureichend oder nicht belegten Behauptungen zur Einsparung von Verkehr stehen zu wenig fundierte wissenschaftliche Untersuchungen gegenueber. In der Arbeit werden grundsaetzliche Fragen der Entwicklung von Telekommunikation und Personenverkehr, die Wirkungen der Telekommunikation auf den Personenverkehr und in einem empirischen Teil die Frage nach Zusammenhaengen von Bildkommunikation und Geschaeftsreiseverkehr, auch fuer die naechste Zukunft, beantwortet. Es werden unmittelbare Wirkungen wie Substitution, Induktion, Kompensation und Verlagerung sowie mittelbare Wirkungen, wie Verlagerung von Wohn- und Betriebsstandorten sowie Zentralisierungs- oder Dezentralisierungseffekte auf den Geschaeftsreiseverkehr nach Umfang, Ausuebungshaeufigkeit, Reiseentfernung und Reisedauer untersucht. Da praktisch keine Statistiken existieren, wurden zur Datengewinnung Expertengespraeche sowie eine bundesweite Fragebogenerhebung, ergaenzt um eine einzelbetriebliche Fallstudie, gewaehlt. Hinsichtlich des Geschaeftsreiseverkehrs, der etwa 13 Prozent Anteil am gesamten Personenverkehrsaufwand (mit abnehmender Tendenz) ausmacht, werden Kostenvergleiche zwischen Videokonferenzen und realen Reisen durchgefuehrt und gezeigt, dass die tatsaechliche Abnahme der Zahl der Geschaeftsreisen unter Beruecksichtigung des Befragungseffektes und des Anteils der Dienstreisen an allen Reisen insgesamt marginal ist.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01242023
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:24AM