UNTERSUCHUNG ZUM RUECKFALLRISIKO BEI GESCHWINDIGKEITSDELIKTEN IM STRASSENVERKEHR

Es wurde das Rueckfallverhalten von 34.000 Personen mit Geschwindigkeitsverstoessen untersucht. Einbezogen wurden alle diesbezueglichen Straftaten und Verkehrszentralregister (VZR)-eintragungspflichtige Ordnungswidrigkeiten. Die Analyse der Rueckfallquoten ergab, dass fast ein Drittel der Personen innerhalb von 8 Jahren erneut einschlaegig ins VZR eingetragen wurde. Das Rueckfallrisiko erwies sich in den ersten Monaten als schnell, dann immer langsamer abnehmend. Weder verschaerfte Sanktionen (Geldstrafen beziehungsweise -bussen) noch Fuehrerscheinentzuege beziehungsweise Fahrverbote vermochten das Rueckfallrisiko wesentlich zu beeintraechtigen. Dagegen zeigte sich nach Delikten mit Unfallbelastung, dass das Rueckfallrisiko nachhaltig um 20 bis 40 Prozent niedriger lag. Bezueglich Prognosemoeglichkeiten wurde festgestellt, dass von den Merkmalen Geschlecht, Alter bei Vordelikt und Belastung durch Vordelikte vor allem das Geschlecht und die Deliktvorbelastung wirksame Praediktoren sind. Allerdings zeigte sich das Rueckfallgeschehen nur zu einem sehr geringen Teil determiniert, sondern weitgehend von Wahrscheinlichkeitsgesetzen bestimmt. Dadurch sind der Prognostizierbarkeit enge Grenzen gesetzt. Bericht zum Forschungsprojekt 2.7317/3 (IDS-Nummer 704689) der Bundesanstalt fuer Strassenwesen.

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01241945
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:22AM