DIE BEGUTACHTUNG VON TRUNKENHEITSTAETERN

Nach einer Diskussion der Frage der Beweislast im Zusammenhang mit der Begutachtung alkoholauffaelliger Kraftfahrer werden die Anforderungen an Gutachter und Gutachten dargestellt. Unter anderem werden folgende Forderungen erhoben: Aufgabe des Gutachters ist es, Tatsachen darzulegen, aus denen sich entweder die Nichteignung zum Fuehren von Kraftfahrzeugen ergibt, oder Tatsachen aufzuzeigen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Betroffene in Zukunft nicht wieder auffallen wird. Im Vordergrund muss dabei das Bemuehen um eine einzelfallbezogene gerechte Beurteilung stehen. So verbietet es sich auch, wesentliche Gutachtenteile, das heisst ausgenommen formale Abschnitte, mit Textbausteinen abzuhandeln. In jedem Fall kommt es auf eine umfassende und sorgfaeltige Analyse durch den Gutachter an, wenn ein nachvollziehbares Gutachten erstattet werden soll. Aktenanalyse, umfassende biographische Anamnese, Erhebung aller Daten zur speziellen Alkoholproblematik und Beurteilung der Gesamtpersoenlichkeit sind die tragenden Elemente fuer ein Gutachten. An verschiedenen Beispielen wird schliesslich die Schwierigkeit verdeutlicht, im Einzelfall zu einer angemessenen Beurteilung der Kraftfahreignung zu gelangen. Kongressbericht der 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft fuer Verkehrsmedizin e.V., Heidelberg 1.-3. April 1993. Siehe auch Gesamtaufnahme der Tagung, IDS-Nummer 329685.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 75-80
  • Monograph Title: GRENZWERTE DER ABSOLUTEN FAHRUNTUECHTIGKEIT BEI ALKOHOL-PSYCHOPHARMAKA-KOMBINATIONEN
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241909
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:22AM