FAHRTAUGLICHKEITS-GRENZWERTE BEI CANNABISPOSITIVEN VERKEHRSTEILNEHMERN. SINN ODER UNSINN?

Bisher nicht festgelegte, objektivierbare Kriterien bereiten Probleme fuer die Annahme der absoluten Fahruntauglichkeit nach Drogenkonsum. Zur Zeit besteht bei Gerichten die Auffassung, bei Arzneimittel- und Drogeneinnahme muessten im Einzelfall mangels festlegbarer Grenzwerte immer aufgrund weiterer Anknuepfungstatsachen (zum Beispiel Ausfallerscheinungen oder Fehlleistungen) bewiesen werden, ob berauschende Mittel zur Fahrunsicherheit gefuehrt haben. Dagegen wird nun festgestellt, dass der einzig realistische und auch praktizierbare Grenzwert die Nachweisgrenze des Analyseverfahrens fuer die psychoaktiven Wirkstoffe (THC) im Vollblut ist. Bei positivem Nachweis von THC in der Blutprobe ist ein extrem hoher Gefaehrdungstatbestand gegeben, aufgrund dessen die Gerichte auf einer objektivierbaren Basis ihre strafrechtliche Bewertung vornehmen koennen. Ein hoeherer Grenzwert als der Wert der Nachweisbarkeit wuerde dazu fuehren, dass bei einem grossen Teil der Betroffenen trotz schwerwiegender Cannabis-Beeintraechtigung keine Fahruntauglichkeit angenommen wuerde. Kongressbericht der 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft fuer Verkehrsmedizin e.V., Heidelberg 1.-3. April 1993. Siehe auch Gesamtaufnahme der Tagung, IDS-Nummer 329685.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 24-5
  • Monograph Title: GRENZWERTE DER ABSOLUTEN FAHRUNTUECHTIGKEIT BEI ALKOHOL-PSYCHOPHARMAKA-KOMBINATIONEN
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01241839
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 1:20AM